Ernte in MV : Backhaus sticht den ersten Spargel der Saison

Till Backhaus (SPD), zeigt am auf einem Feld bei Wöbbelin (Mecklenburg-Vorpommern) den ersten Spargel.

Till Backhaus (SPD), zeigt am auf einem Feld bei Wöbbelin (Mecklenburg-Vorpommern) den ersten Spargel.

Endlich Spargel in Mecklenburg-Vorpommern! Agrarminister Backhaus sticht den ersten Spargel in Wöbbelin und zieht Bilanz. Für Bauern und Fans der „königlichen Stangen“ gibt es gute und schlechte Nachrichten.

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04. April 2019, 10:44 Uhr

Die Spargelernte in Mecklenburg-Vorpommern hat begonnen. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) stach am Donnerstag auf dem Hof Denissen in Wöbbelin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) den ersten Spargel der Saison.

Deutlicher Rückgang der Ernte wird erwartet

Wie sich Dürre und Hitze des vergangenen Jahres auf den Ertrag in dieser Saison auswirken werden, sei noch völlig offen, sagte Backhaus in Wöbbelin. Dünne Stangen und eine geringere Erntemenge könnten die Folgen des Rekordsommers sein. Entscheidend sei der Witterungsverlauf in den kommenden Wochen. Der größte Spargelanbauer im Land, Rudi Denissen vom Hof Denissen, erwartet einen deutlichen Rückgang der Erntemenge.

Im vergangenen Jahr wurden den Angaben zufolge auf 205 Hektar in Mecklenburg-Vorpommern fast 780 Tonnen Spargel geerntet. Das sei ein sehr gutes Ergebnis gewesen, auch wenn der Spargelanbau im Nordosten nur rund 0,7 Prozent der deutschen Anbaufläche ausmache, sagte der Agrarminister. Bundesweit ernteten die Bauern demnach im vergangenen Jahr 133 000 Tonnen und damit so viel wie noch nie zuvor. Der Preis für ein Kilo des Edelgemüses lag durchschnittlich bei 5,48 Euro und war damit so niedrig wie lange nicht mehr.

In MV bauen 16 Betriebe Spargel

Aktuell bauen in Mecklenburg-Vorpommern 16 Betriebe Spargel an, wie Backhaus sagte. Ralf Hornig von der LMS Agrarberatung rechnet aber damit, dass ihre Zahl abnehmen, die Produktionsfläche jedoch gleich bleiben wird. Der Kostendruck sei enorm, sagte er mit Blick auf den Mindestlohn. Auch Minister Backhaus sagte, man dürfe nicht vergessen, dass die Spargelernte Handarbeit und damit ein enormer Kraftakt sei.

Mehrere Anbauer berichteten, dass es immer schwerer werde, Saisonarbeiter zu finden. Diese seien inzwischen nicht mehr nur aus Polen, sondern von immer weiter her. Arbeitskräfte kommen demnach auch aus der Ukraine, aus Usbekistan und der Mongolei.

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