Artenschutz : Aal-Besatzaktion im Güstrower Inselsee

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Der Lebensweg der Aale ist kompliziert. Es gelingt immer weniger Tieren diesen zu überstehen.

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24. September 2019, 12:58 Uhr

Im Inselsee Güstrow sind rund 11 500 Jungaale ausgesetzt worden. Die Tiere seien zwischen 3 und 12 Gramm leicht und 5 bis 15 Zentimeter lang, teilte der Landesanglerverband am Dienstag mit. Die drei bis fünf Jahre alten Tiere bewohnten nun vor allem die Uferzone, besonders die Schilfgebiete des Sees. Dies sei die Kinderstube der kleinen Aale. Es war die zweite von drei mit dem Energieversorger Wemag vereinbarten Aktionen.

Wie der Verband berichtete, werden seit mehr als 25 Jahren Aale im Wert von jährlich rund 100 000 Euro ausgesetzt. Ein Teil davon werde über EU-Mittel finanziert. Auch Vereine, Regionalverbände oder auch Privatpersonen könnten sogenannte Aalaktien erwerben.

Es gibt immer weniger Aale

Der Lebensweg der Aale ist kompliziert. Mit dem Golfstrom gelangen winzige Aale aus der Sargassosee östlich von Florida an die Atlantikküste Europas und wandern in die küstennahen Gewässer und Flüsse. Mit Erlangen der Geschlechtsreife nach acht bis zehn Jahren wandern sie zum Ablaichen zurück in die Sargassosee.

Experten zufolge gelingt es immer weniger Aalen, diesen Zyklus zu überleben. Grund dafür sei die Verbauung und Verschmutzung der Flüsse, aber auch der Fang zu vieler Glasaale. Die Jungtiere gelten in Asien als Delikatesse.

Die kleinen Aale werden deshalb vor Spanien, Frankreich und England abgefischt, auf Aalfarmen aufgezogen und in hiesige Gewässer eingesetzt. So bleibe diese Art in Mecklenburg-Vorpommern erhalten, hieß es vom Verband.

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