Amtsgericht Greifswald : Mordfall Maria: 21-Jähriger wegen Strafvereitlung verurteilt

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Obwohl er wusste, wer die 18-Jährige aus Zinnowitz umgebracht hatte, hatte er bei der Polizei nichts gesagt.

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09. September 2019, 16:00 Uhr

Ein junger Mann von der Insel Usedom ist im Zusammenhang mit dem Mordfall Maria wegen Strafvereitlung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Obwohl der 20-Jährige wusste, wer die 18-jährige Maria aus Zinnowitz umgebracht hatte, hat er bei zwei Aussagen bei der Polizei nichts gesagt, wie ein Sprecher des Greifswalder Amtsgerichts sagte. Bei einer dritten Aussage habe er dann zugegeben, über die Täter Bescheid gewusst zu haben. Er hatte dem Sprecher zufolge angegeben, aus Angst, in die Ermittlungen hineingezogen zu werden, nichts gesagt zu haben.

Der Verurteilte hatte die Taten demnach gestanden und wurde am Montag zu 100 Tagessätzen über insgesamt 4500 Euro Geldstrafe verurteilt. Damit gilt er als vorbestraft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Zuvor hatte der „Nordkurier“ darüber berichtet.

Mörder zu langen Haftstrafen verurteilt

Die Mörder der schwangeren Maria waren am Freitag zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Der 19 Jahre alte Haupttäter erhielt zwölf Jahre Jugendstrafe und eine Unterbringung in der Psychiatrie. Sein 21-jähriger Mittäter wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Bei beiden stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest, weshalb eine Entlassung nach 15 Jahren so gut wie ausgeschlossen ist.

Einem Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund zufolge soll auch die Ex-Freundin des jüngeren Täters wegen Strafvereitlung angeklagt werden. Sie hatte im Mordprozess ausgesagt, dass ihr Ex-Freund, mit dem sie ein Kind hat und mit dem sie zusammenlebte, ihr von dem Mord erzählt hatte. Er habe jedoch gedroht sie umzubringen, sollte sie zur Polizei gehen.

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