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Flüchtlinge im Nordosten : 930 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in MV

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Kosten für Unterbringungen und Betreuung junger Asylsuchender im Nordosten beliefen sich in diesem Jahr auf 13 Millionen Euro.

svz.de von
erstellt am 11.Okt.2017 | 14:23 Uhr

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge ist in Mecklenburg-Vorpommern in den zurückliegenden drei Jahren von 67 auf 930 Ende August 2017 gestiegen. Allerdings ist sie schon wieder rückläufig: Ende 2016 waren im Nordosten 1001 Betroffene registriert, Ende 2015 waren es laut Innenministerium 1122. Die Kosten für ihre Unterbringungen und Betreuung beliefen sich allein in diesem Jahr auf 13 Millionen Euro, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht, die am Mittwoch in Schwerin veröffentlicht wurde.

Der neue AfD-Fraktionsvorsitzende Nikolaus Kramer sagte, die hohen Kosten ergäben sich aus dem besonderen Schutz, unter dem Kinder und Jugendliche stehen. Das sei nachvollziehbar. „Ich frage mich allerdings, wie nur durch eine erkennungsdienstliche Behandlung die Minderjährigkeit festgestellt werden kann.“ In den Medien werde immer wieder von Fällen berichtet, in denen junge Erwachsene bei der Angabe ihres Alters nicht die Wahrheit sagten. Grund sei, dass Minderjährige nicht abgeschoben würden. In Zweifelsfällen müsse durch Untersuchungen das Alter angeblich minderjähriger unbegleiteter Flüchtlinge festgestellt werden, forderte Kramer.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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