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Kräftiger Nachschlag : 90 Millionen für Gesundheitsbranche

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kuratorium Gesundheitswirtschaft entwickelt neun Leitprojekte und hofft auf bis zu 2000 Arbeitsplätze

Kräftiger Nachschlag für die Gesundheitswirtschaft: Während die Theater, Hochschulen und Kommunen seit Jahren über eine mangelnde Finanzausstattung klagen, soll die weiße Branche in den nächsten sechs Jahren 60 Millionen Euro aus EU-Mitteln und weitere 30 Millionen Euro von privaten Investoren erhalten. Darauf einigten sich gestern die im Kuratorium Gesundheitswirtschaft versammelten Unternehmen, Netzwerke und Ministerien. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) spricht von neun Leitprojekten, wie einem neuen Zentrum für Medizintechnik in Rostock, einem virtuellen Marktplatz der Gesundheitswirtschaft in MV und einem Plasma-Biotechnikum in Greifswald. „Wir setzen mit den Leitprojekten über einen langen Zeitraum klare Schwerpunkte. Wir wollen Arbeitsplätze auf dem 1. Arbeitsmarkt schaffen“, so Sellering.

Das Kuratorium Gesundheitswirtschaft unter Vordenker Prof. Horst Klinkmann verspricht im Gegenzug die „Generierung von Clustern mit 500 bis 2000 Arbeitsplätzen“ - also Entwicklungskernen. So soll in dem Medizintechnikzentrum mit Standort in Rostock die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft gestärkt werden. Ein Schwerpunkt soll hier die Biomassegewinnung sein, womit Pflanzen, Tiere und Meereslebewesen gemeint sind, die entweder für industrielle Zwecke oder zur Energiegewinnung verwandt werden. Verfolgt werden soll hier zudem das Ziel, erneuerbare biologische Ressourcen zur Herstellung von Produkten und für neue Dienstleistungen zu entwickeln.

Andere Projekte beschäftigen sich mit der Diabetesforschung und mit individuellen Medizinangeboten. Allein sieben Millionen Euro sollen in ein Leitprojekt Prävention fließen, in dem die beiden Universitäten, diverse Kliniken und Krankenkassen Präventionsprojekte aufstellen und den Gesundheitstourismus ankurbeln wollen. Weitere sieben Millionen Euro sollen in Angebote der Nachsorge sprich Rehabilitation fließen. Allein hier gibt es Hoffnung auf 600 bis 800 Arbeitsplätze. So wollen die Beteiligten u.a. Patienten aus dem Ausland nach MV locken. Dem Gesundheitstourismus soll eine noch größere Aufmerksamkeit als bisher gewidmet werden. So sollen Angebote aus einer Hand präsentiert werden, die von bisherigen Anbietern wie dem Tourismusverband „nicht differenziert genug“ an den Mann, die Frau gebracht werden.

Auch aus der alternden Gesellschaft will das Kuratorium mit Dienstleistungen, Pflegeangeboten, Mobilitätskonzepten und Gesundheitsstrategien Profit ziehen und Arbeitsplätze schaffen. „Das Kuratorium wird eine Begleiter- und Kontrollfunktion für die Projekte haben“, verspricht Prof. Horst Klinkmann.

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erstellt am 17.Jan.2014 | 21:45 Uhr

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