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Grünen-Parteitag in Rostock : 90 Anträge und ein Herz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Bündnisgrünen in MV beraten über ihr Wahlprogramm

von
erstellt am 16.Apr.2016 | 09:00 Uhr

Die Bündnisgrünen in MV stellen das Essen in den Mittelpunkt. Auf dem heutigen Landesparteitag in Rostock wollen die 90 Delegierten mit dem Thema „Gutes Essen“ einen politischen Schwerpunkt gleich im ersten Kapitel ihres Wahlprogramms setzen. Landtagsfraktionsvorsitzender Jürgen Suhr: „Belastete Lebensmittel, die Belastung der Äcker mit Herbiziden und Pestiziden und die Überfrachtung des Bodens mit Gülle, das sind ganz zentrale Themen für uns.“ „Wir haben die Agrarindustrie satt“, unter dieser Überschrift demonstrierten Grünen-Anhänger mit der Landtagskandidatin Claudia Schulz, die das Thema heute einbringen wird, schon bei der Grünen Woche in Berlin. Die Landwirtschaftspolitik in MV stecke in einer Sackgasse. Im Wahlprogramm wird ein Ende der Unterstützung von industrieller Tierhaltung im Land gefordert.

Ein Jahr lang haben die 590 Mitglieder der Partei gemeinsam mit Bürgern und Initiativen ihre Wahlschwerpunkte auf zig Veranstaltungen herausgeschält. 14 Kapitel kamen zusammen – von typischen Grünen-Themen wie Energiewende bis hin zu Bildungsfragen. Auch aus dieser Beteiligung schöpft Suhr die Hoffnung, dass die Grünen bei der Landtagswahl im September erneut über die Fünf-Prozent-Hürde kommen. „Die Umfragen geben das her“, sagt er optimistisch. In einer Fotoaktion wollen die Spitzenpolitiker heute ein Herz stellen, um zu symbolisieren, dass sie „Politik mit Herz“ machen wollen.

Trotz der großen Debatte im Vorfeld stehen noch immer 90 Änderungsanträge auf der Tagesordnung, die heute und morgen bis in den Abend hinein diskutiert werden sollen. Geplant sind 19 Stunden Aussprache. Umstritten ist der Ausbau der Windparks im Land. Derzeit steht eine Einigung auf eine Erweiterung bzw. Repowering von 25 Prozent der aktuellen 1788 Anlagen im Programm. Auch über die Eignungsgebiete für Anlagen auf See gibt es Auseinandersetzungen. Klar ist: „Wir können viel mehr Menschen auf die Bahn bringen“, sagt Suhr. Fest verankert deshalb: die Wiederbelebung der Südbahn.  


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