Förderung : 800 000 Euro für Kultur

Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD)
Foto:
Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD)

Medienwerkstätten, Künstlerhäuser und Spielstätten können sich über eine weitere Förderung freuen

svz.de von
17. August 2016, 21:00 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern legt im kommenden Jahr vier Sonderprogramme zur Kulturförderung auf. 800 000 Euro stünden dafür bis 2020 jährlich zur Verfügung, teilte Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) gestern in Schwerin mit. Das Gros von 500 000 Euro entfalle auf Investitionen in die kulturelle Infrastruktur. 100 000 Euro seien 2017 für die Ausstattung der Film- und Medienwerkstätten vorgesehen, deren Technik zum Teil veraltet sei, und jeweils 50 000 für die Ausstattung von Künstlerhäusern, Kinos auf dem Lande sowie Live-Spielstätten. Ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger und Unterwasserarchäologen sollen 100 000 Euro für technische Ausrüstungen erhalten. Die Schwerpunkte seien von Kreiskulturräten und dem Landeskulturrat benannt worden, sagte Brodkorb.

Weitere 150 000 Euro sollen in einen Fonds gehen, mit dem etwa Kofinanzierungen bestritten werden können. Drei weitere Förderprogramme zielen auf den Erhalt von Kulturerbe, auf die Heimatpflege und die Erinnerungskultur. Sie umfassen ebenfalls jeweils 100 000 Euro. Daraus können zum Beispiel Bibliotheken, Archive, Museen und Kirchen Geld für Konservierung, Verfilmung oder Digitalisierung sowie die Restaurierung erhalten.

Das Programm zur Heimatpflege sehe die Förderung des Niederdeutschen, aber auch von Begegnungen Einheimischer und Zuwanderer vor.

Für die Umsetzung des vierten Programms ist laut Brodkorb die Landeszentrale für politische Bildung zuständig. Mit dem Geld soll die Gedenkstättenarbeit etwa in Prora, Wöbbelin oder Alt Rehse gefördert werden.

Die Sonderprogramme werden aus den zusätzlichen Mitteln für die Kulturförderung gespeist, die von 2016 an um jährlich zwei Millionen auf 11,5 Millionen Euro aufgestockt wurden. Die Anträge für die Sonderförderprogramme sollen bis zum 1. Oktober gestellt werden – unbedingt zusätzlich zu den Anträgen auf reguläre Kulturförderung, sagte der Minister. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen