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Greifswald : 700-Meter-Rohr vor Rügen verlegt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nordöstlich von Rügen entstehen zwei Offshore-Windparks in der Ostsee. Um den Strom an Land zu bringen, verlegt der Netzbetreiber 50Hertz ein Seekabel. Nun wurde ein 700 Meter langes Rohr im Boden eingezogen.

Für die Verlegung des 50Hertz-Seekabels zu den geplanten Offshore-Windparks nordöstlich von Rügen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Anfang der Woche wurde ein 700 Meter langes Leerrohr an der Anlandestelle bei Lubmin verlegt, wie ein 50Hertz-Sprecher sagte. Dieses Rohr mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern überbrückt den Übergang vom Greifswalder Bodden zum Land. In ihm soll später das Stromkabel eingezogen werden.

Nachdem im Sommer 2015 die Bauarbeiten an der Anlandestelle gestartet waren, will 50Hertz in wenigen Tagen mit der seeseitigen Verlegung der 90 Kilometer langen Stromleitung beginnen. Die Verlegeschiffe starten dafür ungefähr in der Mitte der Strecke zwischen der Anlandestelle Lubmin und den nordöstlich von Rügen geplanten Windparks „Wikinger“ und „Arkona“.

Voraussichtlich ab Juli soll dann die Verlegung der Kabel im Greifswalder Bodden beginnen. Dazu sind an der Anlandestelle bereits Spundwände gesetzt worden. 50Hertz schätzt die Kosten für den Bau der Stromanbindung auf 1,5 Milliarden Euro.

Die „Ostwind 1“ genannte Trasse soll die Offshore-Windparks, die rund 30 Kilometer nordöstlich von Rügen entstehen, ans Stromnetz anbinden.

Der spanische Energiekonzern Iberdrola hat im März mit dem Bau des 350-MW-Windkraftfeldes „Wikinger“ begonnen. Eon will 2017 mit „Arkona“ nachlegen. Der Windpark soll eine Leistung von 385 Megawatt haben.

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