Mecklenburg-Vorpommern : 69 Prozent der Arbeitslosen gelten als armutsgefährdet

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m bundesweiten Vergleich sind die Arbeitslosen Mecklenburg-Vorpommerns häufiger von Armut bedroht. Nur in zwei anderen Bundesländern liegt dieser Wert noch höher.

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21. Mai 2020, 10:05 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern gelten 69 Prozent der Arbeitslosen als armutsgefährdet. In den westlichen Bundesländern sind es 53,7 Prozent der Erwerbslosen nach jüngsten Daten für 2018 - in den östlichen Ländern mit Berlin dagegen 67,1 Prozent. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Frage der Linke-Fraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Bundesweit 57,4 Prozent aller Arbeitslosen armutsgefährdet

Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens zur Verfügung hat. Für 2018 lag diese Schwelle für ganz Deutschland bei 1035 Euro im Monat für einen Einpersonenhaushalt.

Mecklenburg-Vorpommern liegt bundesweit auf dem dritten Rang. Nur in Sachsen (69,6 Prozent) und Sachsen-Anhalt (74,9 Prozent) war die Armutsrisikoquote unter Erwerbslosen noch höher. Bundesweit wurden nach Daten des Mikrozensus 57,4 Prozent aller Arbeitslosen als armutsgefährdet eingestuft, nachdem es 2005 noch 49,6 Prozent gewesen waren. Zwischenzeitlich betrug der Anteil schon 59 Prozent. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung lag die Quote armutsgefährdeter Menschen 2018 bei 15,5 Prozent.

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