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Deutlich weniger Verstöße gegen Fischereirecht : 649 Schwarzangler erwischt

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Die Zahl von Verstößen gegen das Fischereirecht ist 2010 deutlich zurückgegangen. Wie das Landesamt am Freitag berichtete, wurden 1680 Fälle festgestellt – 18 Prozent weniger als 2009.

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erstellt am 08.Apr.2011 | 08:44 Uhr

Rostock | Die Zahl von Verstößen gegen Fischereirecht ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Wie das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei am Freitag berichtete, wurden an den Seen und Flüssen des Landes sowie auf der Ostsee 1680 Zwischenfälle festgestellt. Das waren 18 Prozent weniger als im Jahr davor. Häufigstes Delikt sei mit 649 Fällen die Schwarzangelei gewesen. Fischereidirektor Thomas Richter führte den Rückgang hauptsächlich auf das kalte Wetter im Jahr 2010 mit spätem Auftauen der Gewässer im Frühjahr und früher Eisbildung im Spätherbst zurück. 569 Verstöße seien von ehrenamtlichen Fischereiaufsehern festgestellt worden.

Für den Rückgang sei auch die vergleichsweise schlechte Heringsangelsaison im vergangenen Jahr verantwortlich, sagte Richter.

Wenn sich herumspreche, dass die Heringe gut anbeißen, ließen sich auch viele zum illegalen Angeln verleiten. Schwarzangelei werde bei Vorsatz in der Regel mit 200 Euro bestraft, sagte Richter.

Häufige Delikte seien bei Hobbyanglern auch die Nichtbeachtung von Schongebieten, Verstöße gegen vorgeschriebene Mindestmaße der geangelten Fische oder deren Schonzeiten sowie das Verwenden lebender Köderfische. Aber auch rund 300 Berufsfischer tauchten in der Verstöße-Statistik des Jahres 2010 auf, geringfügig mehr als 2009. In der Regel sei ihnen die Verletzung der Fangdokumentation vorgeworfen worden, sie hätten ihre Fänge meist nicht wie vorgeschrieben innerhalb von 48 Stunden gemeldet. Weitere Delikte seien mangelhafte Kennzeichnung von Fanggeräten mit Bojen oder Flaggen oder die Nichtbeachtung von Schonzeiten.

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