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Anteile an 16 Klimawäldern im Nordosten : 43 500 Waldaktien ausgegeben

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Der Verkauf der in Mecklenburg-Vorpommern ausgegebenen Waldaktien ist ein wenig ins Stocken geraten. Die Schuld daran gibt Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) dem langen Winter.

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erstellt am 22.Apr.2013 | 10:01 Uhr

Schwerin/Rostock | Der Verkauf der in Mecklenburg-Vorpommern ausgegebenen Waldaktien ist ein wenig ins Stocken geraten. Die Schuld daran gibt Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) dem langen Winter. Die Anfang April geplante Pflanzaktion hatte wegen des Frostes auf Oktober verschoben werden müssen. "Sonst hätten wir sicherlich schon 50 000 verkauft", sagte der Minister in einem Gespräch vor dem Tag des Baumes am 25. April. So seien bisher 43 500 der Aktien mit einem Nennwert von je 10 Euro veräußert worden. Mit den Erlösen wurden seit Beginn der Aktion 2007 in 16 über das Land verteilten "Klimawäldern" Bäume gepflanzt. 40 Hektar wurden aufgeforstet, besonders in der Nähe von Tourismusorten. "Langsam kriegen wir Flächenprobleme in der Umgebung von Tourismushochburgen", sagte Backhaus. Gepflanzt werde nur auf landeseigenen Flächen. Der nächste Klimawald soll 2014 auf Rügen in der Nähe des Parkplatzes zum Königsstuhl entstehen.

Nachahmer sogar in Chile und Togo gefunden

Die Idee hinter der 2007 vom Land Mecklenburg-Vorpommern und dem Tourismusverband erfundenen Waldaktie ist, dass 10 Euro ausreichen, um den von einer vierköpfigen Familie in 14 Urlaubstagen verursachten Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids durch Baumpflanzungen auszugleichen. Fast die Hälfte der Waldaktien ist aber nicht an Touristen, sondern an den Schweriner Energieversorger Wemag gegangen. Er hat für 22 000 Kunden Waldaktien gekauft und mit ihnen zusammen Bäume gepflanzt. "Wir erwarten, dass der Tourismusverband weiter die Werbetrommel rührt", sagte der Minister.

Er sei mit der Waldaktie sehr zufrieden. Die Idee habe Nachahmer in anderen Bundesländern und sogar in Bosnien-Herzegowina, Chile und Togo gefunden, wo der Greifswalder Verein Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit Flächen in der Trockensavanne wieder aufforstet. Aus Anlass des Tages des Baumes will Backhaus am 27. April in Ivenack (Mecklenburgische Seenplatte) gemeinsam mit dem Begründer der Stiftung Baum, Silvius Wodarz, ein Skulpturenensemble enthüllen.

Pflanzaktionen in 14 Forstämtern

Im Park von Ivenack stehen 1200 bis 1300 Jahre alte Eichen, die als älteste Bäume Deutschlands gelten. Am 25. und 26. April sind in 14 Forstämtern Pflanzaktionen vor allem mit Kindern geplant. In Klueß bei Güstrow wollen drei Generationen 300 Bäume pflanzen, darunter den Baum des Jahres 2013, den Wildapfel.

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