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Mecklenburg-Vorpommern

23. November 2017 | 14:31 Uhr

3x plus 4y sind gleich 63?

vom

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erstellt am 22.Feb.2013 | 06:56 Uhr

Schwerin | Ungewohnte Stille. Keiner spricht. Aufgaben- und Notizzettel, Stifte und Taschenrechner liegen auf dem Tisch bereit. Manch einer schaut noch kurz ins Tafelwerk oder packt seine mitgebrachten Süßigkeiten aus. In den nächsten vier Stunden brüten sie über Textaufgaben, Geometrieproblemen und Gleichungen - Matheaufgaben, bei denen viele Erwachsene ins Schwitzen geraten.

Schüler aus den Klassen 7 bis 12 traten gestern parallel in Schwerin, Rostock und Greifswald zur 52. Landesmathematik-Olympiade an, 130 Jungen und Mädchen allein in Schwerin. Heute beginnt der zweite Wettkampftag, an dem sich nun auch die Klassen 3 bis 7 messen.

Max-Lennart Brandt (18) ist einer von den Matheassen. Bereits zum dritten Mal konnte er sich für die Landesrunde qualifizieren. "Die Aufgaben sind eine Herausforderung - zum Zähne ausbeißen", sagt er. Aber das Knobeln mache ihm Spaß und diesmal soll es klappen - er will zur Bundesrunde, die im Mai in Hamburg stattfindet.

Alle Schüler haben bereits zwei große Hürden genommen - sie gehören zu den besten Rechenkünstlern an ihrer Schule und in ihrem Kreis, erklärt Mathematiklehrer Georg-Christian Riedel, der die Landesrunde in Schwerin organisiert. An seiner Seite: Lucie Costard, eine ehemalige Schülerin, die bis zum Abitur selbst an der Olympiade teilnahm. Jetzt studiert sie Geophysik und unterstützt ihren ehemaligen Mathelehrer bei Olympiade. Sie weist den Schülern ihre Plätze zu und teilt die Aufgabenzettel aus.

In den unteren Klassen seien die Mädchen erfolgreicher als die Jungs. In den oberen Stufen kehre sich das um, hat Riedel beobacbtet. "Aber ohne über den schulischen Tellerrand gesehen zu haben, ist es schwer die Aufgaben zu lösen", weiß Riedel. Bei der Olympiade sei mehr als Schulwissen gefordert. Die komplexen Aufgaben verlangten vor allem eins ab: Ausdauer, etwas, was in der heutigen schnelllebigen Zeit oft zu kurz kommt, wie Riedel findet.

Die Mathematik-Olympiade ist Deutschlands ältester und größter Schülerwettbewerb. Ihren Ursprung hatt sie in Ungarn. Vor 100 Jahren traten dort erstmals die besten Rechenkünstler gegeneinander an, sagt Riedel.

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