Nato-Übung : 3000 Soldaten auf 40 Schiffen - Großes Manöver auf der Ostsee hat begonnen

Ein Schnellboot der Königlich Dänischen Marine fährt auf der Einsatzgruppenversorger 'Bonn' zu, der in der Nähe der dänischen Insel Bornholm operiert. Das Schiff der deutschen Marine nahm am Nato-Manöver 'Baltops' am 14.06.2019 auf der Ostsee teil.

Ein Schnellboot der Königlich Dänischen Marine fährt auf der Einsatzgruppenversorger "Bonn" zu, der in der Nähe der dänischen Insel Bornholm operiert. Das Schiff der deutschen Marine nahm am Nato-Manöver "Baltops" am 14.06.2019 auf der Ostsee teil.

Das Übungsfeld liegt im Bereich der Ostseezugänge zwischen Dänemark und Schweden sowie in der westlichen Ostsee zwischen Kiel und Bornholm.

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03. September 2019, 19:27 Uhr

In der westlichen Ostsee hat am Dienstag das Marine-Herbstmanöver „Northern Coasts“ mit mehr als 40 Schiffen begonnen. Ziel der gut zwei Wochen dauernden Übung mit rund 3000 Soldaten aus 18 Nationen ist es, unter einem fiktiven UN-Mandat die Seewege zu schützen, wie das Marinekommando in Rostock mitteilte. Das Übungsfeld liegt im Bereich der Ostseezugänge zwischen Dänemark und Schweden sowie in der westlichen Ostsee zwischen Kiel und Bornholm.

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Ein besonders anspruchsvolles Operationsgebiet

„Aus dem maritimen Blickwinkel sprechen wir von der Ostsee als 'die nasse Flanke' unseres Operationsgebiets, die dortigen Seewege sind von großer Bedeutung für uns und unsere Partner“, sagte Flottillenadmiral Stephan Haisch, der das Kommando führt. In der Übung werde davon ausgegangen, dass ein Anrainer territoriale Ansprüche auf eine Insel eines anderen Staates geltend mache. In diesem Zusammenhang seien die Seewege in der westlichen Ostsee bedroht und somit die Lebensader vieler Bündnispartner, betonte Haisch.

Dabei sei die Ostsee aufgrund der Geografie mit vielen Meerengen und Inseln sowie geringen Wassertiefen ein besonders anspruchsvolles Operationsgebiet. Jeder Soldat müsse sein Handwerk im Detail beherrschen, gleichzeitig seien alle auf die enge Zusammenarbeit mit den anderen Einheiten angewiesen. „Wir würden nie größere Einheiten in Meerengen operieren lassen, ohne dass zuvor unsere Minenjäger für eine freie Durchfahrt gesorgt haben“, erklärte Haisch.

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