Kultur MV : 28. Filmkunstfest startet

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Rund 140 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme flimmern bis Sonntag in Schwerin über die Leinwand.

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01. Mai 2018, 09:01 Uhr

Mit einer Gala im Schweriner Filmtheater „Capitol“ startet am Dienstag (19.30 Uhr) das 28. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern. Dazu wird auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) erwartet. Während des Festivals, das bis Sonntag dauert, konkurrieren zehn aktuelle, deutschsprachige Spielfilme um den mit 10 000 Euro dotierten Hauptpreis, den „Fliegenden Ochsen“.

Ein Schwerpunkt im Festivalprogramm sind Flüchtlingsschicksale. Dies wird bereits beim Eröffnungsfilm „Styx“ deutlich. Das deutsch-österreichische Drama um eine Ärztin auf Segeltörn im Mittelmeer, die plötzlich mit einem überladenen Flüchtlingsboot konfrontiert wird, steht im Spielfilmwettbewerb. Der Streifen konkurriert unter anderem mit der deutsch-türkischen Produktion „Die Flucht“ über Konflikte eines Syrers an der Grenze zu Griechenland. Der Film erlebt in Schwerin seine Deutschlandpremiere.

Ebenfalls zehn Produktionen stehen im Dokumentarfilm-Wettbewerb. Dazu gehört „Die neuen Kinder von Golzow“, der Bezug auf die legendäre Langzeit-Filmstudie „Die Kinder von Golzow“ von Winfried und Barbara Junge nimmt und zeigt, wie es syrischen Flüchtlingen in einer ostdeutschen Provinz ergeht. Im Kurzfilmwettbewerb stehen 20 Produktionen, sieben im Kinder- und Jugendfilmwettbewerb „Leo“.

Insgesamt winken Preise im Wert von rund 50 000 Euro.

Gezeigt werden vom 1. bis 6. Mai in Schwerin rund 140 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme in vier Wettbewerben und mehreren thematischen Reihen. Gastland ist Georgien, Ehrengast der Schauspieler Henry Hübchen, dem eine eigene Filmreihe gewidmet ist.

Er erhält bei einer Gala am 5. Mai den Ehrenpreis „Goldener Ochse“.

Bereits bei der Eröffnungsgala am Dienstagabend werden erste Auszeichnungen vergeben. Dazu gehört der Vielfaltspreis der Initiative „WIR. Demokratie braucht Vielfalt“. Er geht an die Filmemacherinnen Johanna Huth und Julia Gechter für ihren Dokumentarfilm „Nach Parchim“ über die Schicksale eines kleinen syrischen Flüchtlingsjungen und einer 91-jährigen Frau, die mit 19 Jahren aus Ostpreußen floh.

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