Tod im Treppenhaus : 27-Jährige in Rostock getötet

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Foto: Stefan Tretropp

Frau blutüberströmt in Treppenflur in Lütten Klein gefunden. Die Polizei bestätigt ein Gewaltverbrechen und hat zwei mutmaßliche Täter vorläufig festgenommen.

svz.de von
02. Juli 2015, 11:02 Uhr

Nur kurze Zeit nach dem Tod einer 27-jährigen Frau in der Nacht zu gestern in Lütten Klein hat die Polizei die beiden mutmaßlichen Täter verhaftet. „Der eine kam zum Tatort, der andere wurde um 10.15 Uhr in der Nähe festgenommen“, sagt Polizeisprecherin Isabel Wenzel – rund fünfeinhalb Stunden, nachdem der Notruf einer Nachbarin bei der Leitstelle eingegangen war. Um 4.52 Uhr hatte diese eine leblose, weibliche Person im Treppenhaus gemeldet. Laut Wenzel fanden die ausgerückten Polizisten und der hinzugerufene Notarzt eine „relativ blutüberströmte“ Leiche in dem Wohnblock in der Helsinkier Straße.

Nach der Festnahme des ersten, 36 Jahre alten Mannes hätten Zeugenhinweise auf die Spur des zweiten Verdächtigen geführt, so Wenzel. Bei ihm handelt es sich um einen 28-Jährigen. Mithilfe der beiden Festgenommenen und ihrer Aussagen wollen die Ermittler nun die Hintergründe des Todesfalls klären. Wenzel stellt klar: „Es besteht der Verdacht eines Tötungsdelikts.“ Ersten Ermittlungen zufolge handele es sich vermutlich um eine Beziehungstat. Harald Nowack, Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft, bestätigt zwar, dass ein „Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden“ kann, er betont allerdings die noch laufenden Untersuchungen und die ungeklärte Todesursache. Stich- oder Schussverletzungen seien ihm nicht bekannt. Eine Obduktion soll heute mehr Klarheit bringen.

 Ebenso war die familiäre Situation der Toten in den ersten Stunden der Ermittlungen noch unklar. Angaben von Nachbarn zufolge soll es sich bei ihr um eine Frau aus Polen handeln. Ihren Aussagen nach habe die Polizei in der Vergangenheit bereits mehrfach in der Wohnung anrücken und zwischen den Beteiligten schlichten müssen. Es sei dort häufig laut zugegangen.

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