22-Jähriger verstarb an der Unfallstelle

<strong>Der Chrysler</strong> brannte komplett aus. Foto: Thomas Schulz
Der Chrysler brannte komplett aus. Foto: Thomas Schulz

svz.de von
10. Juni 2012, 03:27 Uhr

Pritzwalk | Gegen 23.30 Uhr kam es am Sonnabend auf der Umgehungsstraße Pritzwalk B103/ Kreuzung L 111 zu einem folgenschweren Unfall. Nach bisherigen Erkenntnissen kollidierte ein 18-jähriger Chrysler-Fahrer im Kreuzungsbereich aus bisher ungeklärter Ursache frontal mit einem aus Richtung Pritz walk kommenden Pkw Mitsubishi, wurde gegen die Ampelanlage geschleudert, kam in einem Graben zum Stehen, wo der Wagen später Feuer fing. Vermutet wird, dass der Fahrer die rote Ampel übersehen hat.

"Mit unserem Tanklöschfahrzeug waren wir zur Absicherung des Feuerwerks zum Stadtfest und so schnell am Ort des Geschehens", bestätigt Einsatzleiter Volker Lehmann. Ebenso der Rettungsdienst. Sofort wurde begonnen, die Personen aus dem Chrysler zu befreien. Was auch gelang, bevor das Fahrzeug in Flammen stand. Doch für einen 22-Jährigen kam dennoch jede Hilfe zu spät. Er erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen. Der Fahrer und ein weiterer Mitfahrer im Chrysler wurden leicht verletzt. Beide konnten nach ambulanter Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden, heißt es in dem Bericht der Polizei.

Der Fahrer und die Mitfahrerin des Pkw Mitsubishi trugen schwere Verletzungen davon und mussten stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Ihr Pkw hatte sich nach dem Aufprall mehrfach gedreht und war zirka 30 Meter weiter geschleudert worden, "blieb aber auf der Straße", berichtet der Einsatzleiter der Pritzwalker Feuerwehren. Mit 23 Kameraden von drei Ortswehren waren sie in der Nacht an der Unglücksstelle gemeinsam mit drei Rettungsfahrzeugen, Polizei und Notfallseelsorger.

Die Kreuzung B 103/ L 111 wurde bis zum Abschluss der Unfallaufnahme für fünf Stunden voll gesperrt. "Wir haben als Wehr die Unfallstelle noch ausgeleuchtet, damit die beiden Gutachter der Dekra ihre Arbeit machen konnten. Um 4.45 Uhr konnten wir abrücken", so Lehmann. Doch so einfach abschalten gehe nicht. In der Wache habe man über das Erlebte gesprochen. Ansonsten bestehe schon die Gefahr einer Traumatisierung, sagt Lehmann. Wenn nötig, könne man jeder Zeit auch die Hilfe des Notfallseelsorgers in Anspruch nehmen.

Ermittlungen zur Unfallursache dauern noch an.


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