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Energiepreise : 2015 Entlastung für Mieter in Sicht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sinkende Energiepreise schlagen sich zeitlich versetzt in Nebenkosten nieder

svz.de von
erstellt am 27.Dez.2014 | 15:59 Uhr

Sinkende Energie- und Kraftstoffpreise machen im Moment Hausbesitzer und Autofahrer glücklich. Mieter indessen müssen noch bis 2015 warten, erst dann wird sich die Entlastung in ihren Nebenkostenabrechnungen bemerkbar machen. „Jetzt abgerechnet werden in der Regel die Nebenkosten aus dem Jahr 2013 – und da schlägt sich die aktuelle Energiepreis-Entwicklung noch nicht nieder“, erläutert der Landesgeschäftsführer des Deutschen Mieterbundes (DMB), Christian Rudolph. Im Gegenteil: Da der Winter Anfang 2013 verhältnismäßig streng war, könnten die Nebenkosten sogar noch etwas höher als im Vorjahr liegen. Auch andere Kostensteigerungen wie zum Beispiel die Erhöhung der Grundsteuer in Rostock und anderen Orten können sich in den Betriebskosten niederschlagen. Der in diesem Jahr veröffentlichte Betriebskostenspiegel des Mieterbundes weist für das Land einen Durchschnittswert von 2,14 Euro je Quadratmeter und Monat bei den Mietnebenkosten aus, so Rudolph.

Für das Abrechnungsjahr 2014 rechnet der Mieterbund mit stabilen Heizkosten. Das sei einerseits der Witterung geschuldet, andererseits aber auch dem Umstand, dass der Gebäudebestand in MV mittlerweile fast durchgängig energetisch saniert ist. Die Verbraucherzentrale rechnet für das zu Ende gehende Jahr sogar mit leicht sinkenden Heizkosten – sie könnten um rund zehn Prozent unter dem Niveau der Vorjahre liegen, schätzt Energieberater Horst-Ulrich Frank. Denn bereits im Jahresverlauf seien die Preise für Öl, Gas und Fernwärme gefallen. Wer die Raumtemperatur um nur ein Grad senke, der senke die Energiekosten noch einmal um sechs Prozent.

Laut DM B wird Wohnen im Land auch in Zukunft bezahlbar bleiben: „Wir in Mecklenburg-Vorpommern sind immer noch durch den riesigen Wohnungsbestand in der Hand von kommunalen Wohnungsverwaltungen und Wohnungsgenossenschaften begünstigt“, betont Rudolph. In Regionen, in denen der Anteil privater Vermieter größer ist, sei auch das durchschnittliche Mietniveau deutlich höher als hierzulande. Dennoch gebe es auch im Nordosten Kommunen mit überdurchschnittlich hohem Mietniveau: Badeorte an der Ostseeküste gehören ebenso dazu wie die beiden Universitätsstädte. In Letzteren seien allerdings in erster Linie bestimmte Innenstadtbezirke – wie in Rostock die Kröpeliner Tor Vorstadt – sowie kleinere Wohnungen vom Preisanstieg betroffen.

 

 

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