Nach Streit um Sicherheitsverordnung : 20 Millionen Euro für Traditionsschiffer

Traditionssegler und Museumsschiffe sollen mit neuen Auflagen sicherer gemacht werden, so das Bundesverkehrsministerium.
Traditionssegler und Museumsschiffe sollen mit neuen Auflagen sicherer gemacht werden, so das Bundesverkehrsministerium.

Besitzer erhalten Förderung, um ihre Schiffe entsprechend einer neuen Sicherheitsverordnung umbauen zu können.

svz.de von
07. März 2018, 20:45 Uhr

Die Betreiber von Traditionsschiffen werden in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich mit 20 Millionen Euro gefördert, um ihre Schiffe entsprechend einer neuen Sicherheitsverordnung umbauen zu können. Am Mittwoch unterzeichnete der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) die Verordnung, die zuvor mit den Traditionsschiffern ausgehandelt worden war. Der Vorsitzende des Dachverbands der deutschen Traditionsschiffe, Jan-Matthias Westermann, sagte bei der Unterzeichnung: „Wir haben vor allem den Bestandsschutz für die Flotte und Übergangsfristen erreicht, damit wir gemeinsam Zeit haben, uns auf die neuen Vorgaben einzulassen.“ Da der Bundeshaushalt 2019 noch nicht beschlossen wurde, steht die Fördersumme noch unter Vorbehalt.

Um die Sicherheitsverordnung hatte es längeren Streit gegeben. Die Betreiber alter Segelschiffe und Dampfer befürchteten, dass die Schiffe nach Inkrafttreten der Verordnung nicht mehr ohne kostspielige Nachrüstungen hätten fahren dürfen. Die Traditionsschiffer hatten daher eine finanzielle Unterstützung von 50 Millionen Euro gefordert.

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