Immobilen : 2,75 Millionen Euro für ein Ferienhaus

Die Ostsee in Sichtweite macht die Ferienimmobilie teurer.  Fotos: Stefan Sauer
Die Ostsee in Sichtweite macht die Ferienimmobilie teurer. Fotos: Stefan Sauer

Ostseeküste in diesem Jahr mit enormen Preissprung bei Immobilenkauf

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19. August 2016, 20:55 Uhr

Eine Ferienwohnung in Ostseenähe: Wer sich diesen Traum zur Eigennutzung oder zur Vermietung erfüllen will, muss dafür tief in die Tasche greifen. Wie aus dem „Ferienimmobilien Marktbericht Deutschland 2016“ von Engel & Völkers hervorgeht, weisen Ferienimmobilien an der Ostseeküste in diesem Jahr vielerorts steigende Preise auf. Spitzenreiter im Ranking des Vermarkters von Wohn- und Gewerbeimmobilien ist bei Ferienhäusern die Insel Usedom. Dort hat sich in Top-Lagen die Kaufpreisspanne im Maximum auf 2,75 Millionen Euro erhöht – gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 250 000 Euro. Für Liebhaberobjekte direkt am Strand werden sogar Preise von 4,5 Millionen Euro verlangt.

Den größten Preisanstieg bei Ferienhäusern verzeichnet der Preisbericht auf der Insel Rügen. Dort müssen in diesem Jahr bis zu 300 000 Euro mehr bezahlt werden als 2015. Höchstpreise hier liegen bei 1,5 Millionen Euro. Nicht ganz so teuer sind Ferienhäuser in Kühlungsborn, wo bis zu 1,25 Millionen Euro gezahlt werden müssen – im Vorjahr allerdings waren es „nur“ 1,1 Millionen Euro.

Lediglich in Warnemünde und auf Fischland-Darß gab es keine Preissteigerungen. Die Preisspannen bewegen sich zwischen 650 000 und 1,5 Millionen bzw. 850 000 und 2 Millionen Euro.

Auch Ferienwohnungen sind in diesem Jahr teurer geworden. Auf Rügen müssen bis zu 9000 Euro pro Quadratmeter bezahlt werden, 1000 Euro mehr als im Vorjahr. In Bestlagen werden sogar Höchstpreise von 14 000 Euro je Quadratmeter fällig. Auch Warnemünde und Usedom erreichen mit Höchstpreisen von jeweils 10 000 Euro pro Quadratmeter ein Niveau, das mit den größten deutschen Metropolen vergleichbar ist. Preiswerter ist es auf Fischland-Darß, wo an der Boddenküste die Einstiegspreise bereits bei 4000 Euro pro Quadratmeter liegen, auf der Seeseite müssen allerdings auch dort bis zu 8000 Euro pro Quadratmeter berappt werden. Dennoch stellen Mecklenburger und Vorpommern anteilig die meisten Ferienimmobilienkäufer (18 Prozent) auf Fischland-Darß. Auf Rügen schlagen dagegen eher Niedersachsen (18 Prozent) oder Käufer aus Nordrhein-Westfalen (14 Prozent) zu. Nur 7 Prozent der Käufer dort kommen aus MV selbst.
 

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