Medizin in MV : 170 Ärzte fehlen

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Kliniken in Mecklenburg-Vorpommern beklagen Personalmangel

In den Krankenhäusern Mecklenburg-Vorpommerns wird das Personal knapp. Wie die Krankenhausgesellschaft (KGMV) gestern in Güstrow berichtete, sind in den 37 Kliniken des Landes rund 170 Arztstellen nicht besetzt. Alleine im Bereich der Inneren Medizin fehlten 20 Oberärzte, 19 Fachärzte und neun Ärzte in der Weiterbildung. Auch in den Fachbereichen Anästhesie, Neurologie oder Frauenheilkunde gebe es teils erhebliche Defizite. In den Kliniken des Landes arbeiten insgesamt rund 3000 Ärzte.

Brisant sei auch die Situation im Pflegebereich. Zwar sei dort die Zahl der offenen Stellen nicht so groß, allerdings kompensierten die Mitarbeiter die vorhandenen Defizite täglich durch hohen Einsatz. Ein Grund für den Personalmangel sei die nach wie vor schlechte finanzielle Ausstattung der Kliniken. Nach den bundesweit geltenden Regeln bekommen die Nordost-Krankenhäuser für die gleiche Leistung erheblich weniger von den Kassen erstattet als Kliniken etwa im Südwesten. Zwar sei die bundesweite Vergütung von Klinikleistungen über die so genannten Landesbasisfallwerte ein wenig angepasst worden. „Es gab aber keine Angleichung“, sagte KGMV-Geschäftsführer Wolfgang Gagzow. „Wir liegen noch bei 80 Prozent, der Südwesten bei 120 Prozent.“ Dies erschwere die Suche nach Fachkräften.

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