Weihnachtsbaum für Schwerin : 17-Meter-Douglasie schmückt Schloss

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Stattlich sieht er aus der Weihnachtsbaum des Landtages. 17 Meter misst die Douglasie, die am Mittwoch vor dem Schweriner Schloss aufgestellt wurde.

svz.de von
26. November 2014, 19:30 Uhr

Der große Weihnachtsbaum vor dem Schweriner Schloss, dem Sitz des Schweriner Landtages, kommt in diesem Jahr aus Mestlin. Auf dem Grundstück von Patrick Edert in der Gartenstraße war dieser Baum in den vergangenen knapp 30 Jahren auf eine stattliche Höhe von etwa 17 Metern gewachsen.„Er sollte schon lange weg, aber wie, und dann kam das Angebot des Landtages“, erzählt Edert. Er zögerte nicht lange und sponserte dieses Prachtexemplar und so rückten gestern früh Perry Schmidt und Falko Weise-Schmidt von den Alpinentechnischen Dienstleistungen aus Ahrenshagen sowie Mitarbeiter von der Landtagsverwaltung an. „Der Baum wurde uns von unserem Mitarbeiter Hans-Joachim Klatt empfohlen, der in Mestlin wohnt“, sagt Hendrik Haselau. Er war froh über diesen Vorschlag, denn es ist für die Landtagsmitarbeiter auch nicht leicht, einen passenden Baum zu finden. „Wir suchen meist schon ab dem Frühjahr und reden mit Forstämtern. Doch oftmals müssen wir lange, weiche Waldwege fahren, die nicht immer mit der nötigen Technik erreichbar sind und dann sind Bäume wie in Mestlin bestens geeignet.“

Fachmännisch trennt Falko Weise-Schmidt die Douglasie von ihrem angestammten Sitz, während Perry Schmidt am Seil des 40-Tonnen Kranes in die Höhe schwebt und ein Seil zum Heben des Baumes anschlägt. Nach rund einer Stunde schwebt der Baum in der Luft und nun wird der Stamm bearbeitet. Es ist bislang der dickste Stamm, der für das Schloss bearbeitet wurde. „Er wird auf den passenden Durchmesser gebracht, damit wir vor dem Schloss den Baum schnellstens in die dort befindliche Edelstahlhülse, die wiederum in einem Betonfundament ist, einführen können“, erzählt Haselau. Was eigentlich für zwei bis drei Stunden geplant war, dauerte doch erheblich länger. Der Schwertransport klappte nicht, da das benötigte Fahrzeug anderweitig unterwegs war. So musste erst ein Ersatztransport organisiert werden. Die Hilfe kam von der Schweriner Firma Ulferts und Wittrock und so konnte das Beladen des Baumes in Angriff genommen werden. Mit Spanngurten wurde die Douglasie  wie ein Weihnachtspaket verschnürt  und konnte schließlich gegen 13.30 Uhr die Fahrt in die Landeshauptstadt antreten.

Dort angekommen fehlt nur noch eins: die festliche Beleuchtung. Stromfressende Glühbirnen sind dabei aber ein Auslaufmodell. Wie in zahlreichen Städten im Land werden auch in Schwerin die alten Lampen nach und nach durch sparsamere Leuchtdioden ersetzt.

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