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Zahl der Anrufe nimmt ab : 1600 Meldungen an Kinderschutzhotline

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Die Kinderschutzhotline des Landes ist seit ihrer Einrichtung vor fünf Jahren von 1627 Mal in Anspruch genommen worden. Die Anrufer vermuteten, dass in ihrer Umgebung Kinder vernachlässigt oder misshandelt werden.

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erstellt am 01.Feb.2013 | 11:37 Uhr

rostock | Die Kinderschutzhotline des Landes ist seit ihrer Einrichtung vor fünf Jahren von 1627 Mal in Anspruch genommen worden. Die Anrufer äußerten den Verdacht, dass in ihrer Umgebung Kinder vernachlässigt oder misshandelt werden. Die Meldungen betrafen 2890 Kinder und Jugendliche, wie aus Daten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales hervorgeht (Stand: 31. Dezember 2012). Am häufigsten äußerten die Anrufer Sorge um kleine Kinder: In 932 Fällen ging es um Null- bis Dreijährige.

Die Kinderschutzhotline war am 1. Februar 2008 vom damaligen Sozialminister Erwin Sellering (SPD) eingerichtet worden. Bei Kindesmisshandlung dürfe nicht weggesehen werden, die Gesellschaft müsse sich konsequent einmischen, hatte Sellering damals betont.

Anlass zur Einrichtung der Hotline war der Hungertod der fünfjährigen Lea-Sophie im November 2007 in Schwerin. Die Kinderschutz-Hotline ist rund um die Uhr unter der Nummer 0800 - 14 14 007 zu erreichen. Die Hinweise werden an das jeweils zuständige Jugendamt weitergeleitet. Die kommunalen Jugendämter sind für Jugendhilfe und Kinderschutz zuständig.

Die Zahl der Anrufe nimmt ab. Gingen im Jahr 2009 noch 400 Meldungen ein, waren es im Jahr darauf 317, 2011 dann 309 und im vergangenen Jahr 296. Die meisten Meldungen kamen dem Landesamt zufolge aus dem persönlichen Umfeld der betroffenen Kinder und Jugendlichen.

In wie vielen Fällen sich der Verdacht der Anrufer bestätigte, darüber geben die Daten des Landesamtes keine Auskunft. Die Jugendämter in Mecklenburg-Vorpommern holen im Schnitt drei Minderjährige pro Tag wegen einer akuten Krise aus ihren Familien. Im Jahr 2011 waren es nach Angaben des Statistischen Landesamtes 1045 Mädchen und Jungen. Die sogenannten Inobhutnahmen nehmen demnach seit dem Jahr 2005 im Land stetig zu. Lediglich 2009 gab es einmal einen Rückgang. Zumeist seien die Eltern mit der Erziehung überfordert gewesen, hieß es. Besonders betroffen seien Kleinkinder sowie Jugendliche in der Pubertät. Viele Betroffene können nach einer gewissen Zeit in ihre Familien zurückkehren.

Hotline: 0800/141 40 07

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