Weihnachtsamnestie : 16 Häftlinge in MV kommen vorzeitig frei

23-70337920.JPG

Aufgrund eines Gnadenerweises dürfen Gefangene die Haft vorzeitig verlassen und das Fest in Freiheit verbringen.

von
10. Dezember 2017, 20:30 Uhr

Dank der traditionellen Weihnachtsamnestie können 16 Häftlinge in Mecklenburg-Vorpommern vorzeitig das Gefängnis verlassen und das Fest in Freiheit verbringen. Das seien weniger als zwei Prozent aller Gefangenen im Nordosten, sagte Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Ihnen sollen Behördengänge vor Weihnachten möglich gemacht werden, um einen möglichst reibungslosen Übergang in den Alltag zu gewährleisten.

Vom „Gnadenerweis aus Anlass des Weihnachtsfestes 2017“ der Justizministerin profitieren den Angaben zufolge ähnlich viele Gefangene wie im Vorjahr. Die Entlassungen laufen seit zwei Wochen.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

Die Häftlinge hatten die Weihnachtsbegnadigung bei den Staatsanwaltschaften beantragt. Die Voraussetzungen für die Gewährung seien streng, hieß es weiter. Die Weihnachtsamnestie kommt demnach nur für Gefangene mit einer Haftstrafe von weniger als zwei Jahren in Frage. Außerdem durften sich die Betroffenen im Gefängnis nichts zu Schulden kommen lassen.

Eine weitere Bedingung ist, dass sie bis zum Anfang des neuen Jahres sowieso entlassen worden wären. Hoffmeister sagte: „Die besonderen Umstände der Tat und die besondere Gefährlichkeit für die Gesellschaft, die von einem Verurteilten ausgehen, sind bei jedem Gnadenerlass sorgfältig abzuwägen.“ Die Ministerin appellierte an die vorzeitig Entlassenen, das Vertrauen in sie dafür zu nutzen, ihre Zukunft straffrei zu gestalten. Ob es noch weitere Anträge auf Weihnachtsbegnadigungen gibt, sei noch nicht absehbar.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen