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Mecklenburg-Vorpommern

19. Oktober 2017 | 22:17 Uhr

150-Millionen-Auftrag für Nordic Yards

vom

svz.de von
erstellt am 21.Dez.2012 | 06:38 Uhr

Wismar | Arbeit im Dock: Die Nordic Werften in Wismar und Warnemünde haben vom russischen Transportministerium einen Großauftrag für den Bau von zwei eisbrechenden Rettungs- und Bergungsschiffe für den Arktik-Einsatz erhalten. Die Schiffe sollen ab 2013 gebaut, 2015 ausgeliefert und künftig auf der nördlichen Polarmeer-Route eingesetzt werden, teilte das Unternehmen gestern mit. "Nach den Erfolgen im Bereich Offshore Wind freuen wir uns sehr über diesen Auftrag und den damit verbundenen Ausbau des Geschäftsfeldes Offshore Öl und Gas", sagte Werftchef Vitaly Yusufov. Die Eisbrecher würden für Patrouillen und Rettungseinsätze in Offshore Öl- und Gasfeldern eingesetzt. Bei 86 Meter langen und 19 Meter breiten Schiffen handelt es sich um Eisbrecher der zweithöchsten Eisklasse, die auch für Untersuchungen des Meeresbodens und beschädigter Objekte in Tiefen von bis zu 1000 Metern ausgerüstet werden.

Den Werften winken offenbar sichere Einnahmen: Die Finazierung der beiden Neubauaufträge für die russischen Regierung ist nach Unternehmensangaben gesichert. Die Geld komme direkt vom russischen Staat. Zugleich begleite eine der russischen Top- 5-Banken die Projekte, heißt es in einer Mitteilung.

Drei Jahre nach dem Zusammenbruch der ehemaligen Wadan-Werften in Wismar und Warnemünde sind die Nordic-Schiffbaubetriebe wieder im Aufwind: Insgesamt haben die beiden Werften Aufträge von schätzunsgweise einer Milliarde Euro in den Orderbüchern. Das bringe Arbeit bis 2015, sagte Werftsprecher Sprunk gestern. Weitere Aufträge sind in Aussicht. Verhandlungen über weitere Bauaufträge liefen, erklärte Sprunk: "Wir blicken erwartungsfroh ins neue Jahr." derzeit seien 1125 Mitarbeiter auf den Werften beschäftigt, allein in diesem Jahr seien 200 neue eingestellt worden.

Inzwischen habe sich Nordic zum Weltmarktführer im Offshore-Bereich entwickelt, sowohl für die Gas- und Öl- als auch für die Windkraftindustrie, erklärte Sprunk. Derzeit fertigt Nordic drei Offshore-Plattformen für den Siemens-Konzern zum Anschluss von drei Windparks vor Borkum, Helgoland und Sylt in der Nordsee. Zudem baut die Werft ein Serviceschiff für die Wartung von Offshore-Windanlagen in der Nordsee - Auftragswert etwa 80 Millionen Euro. Da sich Banken derzeit bei Schiffbaufinanzierungen zurückhalten, plant das Land, Nordic den Kreditrahmen um 25 Millionen Euro zu erweitern. Wie es heißt, ist der Bau eines zweiten, baugleichen Serviceschiffes im Gespräch.

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