Elektrofans aus ganz Deutschland : 15 000 Fans tanzen zu den Beats

Mit dem Ballon in der Höhe überblickt man Zeltstadt und Festivalgelände.
Mit dem Ballon in der Höhe überblickt man Zeltstadt und Festivalgelände.

Das 11. Airbeat-One Dance Festival in Neustadt-Glewe muss auf die Jugendlichen schon eine ungeheure Anziehungskraft ausüben. Anders ist es nicht zu erklären, dass am Wochenende mehr als 15 000 Besucher dort waren.

svz.de von
15. Juli 2012, 10:03 Uhr

Neustadt-Glewe | Das mittlerweile 11. Airbeat-One Dance Festival in Neustadt-Glewe muss auf die Jugendlichen schon eine ungeheure Anziehungskraft ausüben. Anders ist es nicht zu erklären, dass am Wochenende mehr als 15 000 Besucher den Weg zum dortigen Flugplatz fanden, um bei oft strömendem Regen vier ganze Tage in einer selbstaufgebauten Zeltstadt zu verbringen. Der Grund: Der Lübtheener Sebastian Eggert, Organisator dieses größten Norddeutschen Dance Festivals, holte das Who is Who der elektronischen Musik nach Neustadt-Glewe. Unter ihnen die Jungs von "Deichkind", bekannt für ihre ausschweifenden Liveauftritte, Fritz Kalkbrenner sowie DJ-Legende Sven Väth.

Ein schier nicht enden wollender Bereich mit Zelten, Wohnmobilen, Autos, sanitären Anlagen, Verkaufsständen, Volleyballplätzen und Erste Hilfe Stationen erstreckt sich dem Besucher. Direkt daran angrenzend das nur unter den strengen Blicken der Security zu betretende Festivalgelände mit riesigen Zelten, zahllosen Bars, einem aufgepeppten VIP-Bereich und extra abgesperrtem Campingplatz. Schon bei der Anreise zur diesjährigen Airbeat-One waren die Bässe aus den acht verschiedenen Areas zu hören.

Die Kennzeichen verrieten: Nicht nur Musikbegeisterte aus Norddeutschland fanden den Weg dorthin, sondern aus jedem Bundesland. Selbst aus dem Nachbarland Dänemark. Unter ihnen der 32-jährige Maschinenschlosser Mikkel Lindberg aus Kopenhagen, der mit seinen Freunden Magnus, Mathilde und Freja mittlerweile zum sechsten Mal beim Airbeat-One Festival zu Besuch war und weder Kosten noch Mühen scheute, um auch in diesem Jahr mit dabei sein zu können. Er investierte nicht wenige Dänische Kronen in den Ausbau seines T4 Multivan. "Das bin ich meinem fortgeschrittenen Alter und meiner Freundin Freja schuldig", sagte Mikkel ein wenig schmunzelnd, und meinte damit, dass er mit seinen 32 Lebensjahren schon zu den etwas älteren Festivalbesuchern zählte.

Für die medizinische Versorgung waren zwei Notärzte rund um die Uhr vor Ort und wurden dabei von insgesamt 20 Rettungsassistenten und -helfern vom ASB Boizenburg und Bad Doberan unterstützt. Bis zum Sonnabend hielt sich nach Auskunft von Rettungssanitäter Jens Herzog die Anzahl der Einsätze glücklicherweise in Grenzen. Lediglich kleinere Schnittwunden an den Gliedmaßen mussten von seinen Kollegen versorgt werden. "Bisher gab es kaum Einsätze wegen des übermäßigen Alkoholgenusses. Wir hoffen, dass es auch am Samstagabend so bleibt", sagte Jens Herzog wohl schon ahnend, dass sich diese Situation auch sehr schnell ändern kann. Schließlich floss bei einigen Besuchern des 11. Dance Festivals schon am frühen Morgen der Alkohol in Strömen - vielleicht ein kleiner Wermutstropfen der sonst so friedlichen Veranstaltung.


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