Tornado in Bützow : 123 400 € Spenden – danke!

Die Spur des Tornados: Dächer wurden abgedeckt, Ziegel weggeschleudert, Wohnungen lagen frei.
Die Spur des Tornados: Dächer wurden abgedeckt, Ziegel weggeschleudert, Wohnungen lagen frei.

Spendenaktion unserer Zeitung, der Raiffeisenbank vor Ort und der Caritas half Bützowern in größter Not

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08. Juni 2015, 06:00 Uhr

Mit einer einmaligen Spendenaktion halfen Leser unserer Zeitung und viele, viele Bürger den in Not geratenen Bützowern nach dem Tornado, der am Abend des 5. Mai das Zentrum der Warnow-Stadt in Schutt legte. 30 Menschen wurden durch herumfliegende Trümmerteile verletzt. Eine von einem Ziegel getroffene Radfahrerin musste mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht werden. Noch in der Nacht mussten drei Häuser wegen akuter Einsturzgefahr evakuiert werden. 123 Gebäude wurden schwer beschädigt.

In dieser Situation handelte das medienhaus:nord schnell. Wir suchten uns Partner bei der Volks- und Raiffeisenbank vor Ort und bei der Caritas, mit denen wir gemeinsam unsere Leser und die Menschen im Land aufriefen, mit Spenden den Bützowern aus der ersten Not zu helfen. Bis gestern kamen in nur vier Wochen exakt 123  403 Euro zusammen.

Geld, mit dem Ramona Dohrn und ihren beiden Kindern, die obdachlos geworden waren, und anderen Bützowern geholfen werden konnte, eine erste Bleibe zu finden. Letzte Woche erhielt die Mutter eine Soforthilfe aus den Geldern, die die Stadt erreichten. „Vielen Dank den Lesern und den vielen, vielen Spendern“, bedankte sich Bützows Bürgermeister Christian Grüschow gerührt. „Bisher sind bei uns Spenden von etwas über eine viertel Million Euro eingegangen. Zur Verteilung haben wir bereits zwei Wochen nach dem Sturm einen Spendenrat gegründet. Etwa 70 Spendenanträge haben uns schon erreicht.“

„Wir sind in der Region daheim und fühlen uns mitverantwortlich für das, was passiert. Daher war es für uns oberste Priorität, diese tolle Aktion zu begleiten“, sagte Dieter Heidenreich, Vorstandsmitglied der Volks- und Raiffeisenbank. „Wir freuen uns über jeden Euro von Privatpersonen, Firmen, Ärzten, Vereinen für diese Aktion.“

Auch Chefredakteur Michael Michael Seidel dankt unseren Lesern: „Das Unglück hat die Region und die Menschen im ganzen Land enger zusammenrücken lassen. Es ist gut zu wissen, dass sich die Mecklenburger aufeinander verlassen können.“

>> Unser Dossier zu dem Thema unter: www.svz.de/tornado

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