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Mecklenburg-Vorpommern

17. November 2017 | 18:59 Uhr

0:5 – Hansa kann für die 3. Liga planen

vom

svz.de von
erstellt am 13.Apr.2012 | 09:26 Uhr

0:5 gegen den FSV Frankfurt. Das war eine Farce. Hansas Generalangriff aufs Überleben in der 2. Fußball-Bundesliga ist nach drei Siegen in Folge beendet. Der dritte Abstieg seit 2008 steht drei Spieltage vor Schluss so gut wie fest. Hoffnung gibt es nach dieser desaströsen Vorstellung so gut wie keine mehr. Das war extrem zu blamabel. Immerhin vollbrachten die Rostocker Historisches: Es war ihre höchste Heimniederlage in der 2. Liga…

Routinier Mintál stand nach seiner Oberschenkelverletzung vom 1:0 in Cottbus wider Erwarten in der Start-Elf. In ihr gab es zwei Änderungen. Wiemann kehrte in die Innenverteidigung zurück (sein Vertreter am Dienstag, Grupe, kam am Nachmittag in der „Zweiten“ zum Einsatz/4:0 in der Oberliga gegen Union Berlin II). Borg bezog ganz vorn in der Spitze Position, Weilandt nahm zunächst auf der Bank Platz.

Der FCH wurde kalt erwischt: Schon nach knapp fünf Minuten stand es 0:1 durch einen Konter, den Pannewitz durch liederliches Zweikampfverhalten im Mittelfeld begünstigte und den Yelen keine Mühe hatte zu vollenden. Die Weiß-Blauen wollten das Missgeschick rasch ausbügeln, das war erkennbar, doch mischten sich in die Bemühungen zuviele ungenaue Bälle. Und die lösten sofort wieder Konter der Gäste aus, die dem 2:0 nahe kamen, als Hahnel super gegen Gaus parierte und Yun den Abpraller mit links volley nahm, zum Glück jedoch nur den Querbalken traf (11.).

Gledson (Kopfball nach Ecke ganz knapp vorbei/28.) und Micanski ( Lupfer neben das Tor/33.) hätten ebenfalls erhöhen können. Die Rostocker hingegen erarbeiteten sich nur eine Chance: Klandt wehrte Borgs strammen Schuss aus spitzem Winkel ins Aus ab (23.). Die Mecklenburger enttäuschten, weil sie umständlich zu Werke gingen, sich laufend technische Unzulänglichkeiten leisteten, zu leicht der Kugel verlustig gingen. Als äußerst anfällig erwies sich insbesondere Hansas linke Seite. Hier stand Jänicke an diesem Abend neben sich. Das fing schon bei der Körpersprache an. Allerdings war die Mannschaft in ihrer Gesamtheit schlecht drauf. Kaum etwas klappte.

Trainer Wolf reagierte: Die beiden Flügelleute Jordanov und Jänicke blieben in der Pause in der Kabine. Für sie wurden Starke und Weilandt eingewechselt. Peitz mit Volleyschuss nach Vorarbeit von Weilandt und Mintál (stark gehalten von Klandt/50.) schien das Signal zum Umschalten in den Modus „Kampf bis zum Umfallen“ gegeben zu haben. Aber dieser Knaller war halt nicht drin – im Gegensatz zu Micanskis „Schieber“ ins ent-legene Eck zum 0:2 (57.). Wieder war ein unnötiger Ballverlust, diesmal von Weilandt, der Ausgangspunkt.
Die endgültige Entscheidung basierte auf einem kapitalen Fehlgriff: Sekunden, nachdem Wolf die Abwehr auf drei Mann reduzierte (wobei Robert Müller hinten rein und Pannewitz vorrückte), Wiemann entfernte und statt dessen mit Schied einen weiteren Stürmer brachte, kassierte der unsortierte FCH prompt das 0:3 (65.). Das 0:4 (69.) und 0:5 (nach Blackout von Janecka/75.) rundeten das auch in dieser Höhe verdiente Debakel ab.


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