Kriminalität : Zahl der Autodiebe sinkt im Land

Profis reicht meist ein Schraubendreher, um schlecht gesicherte Fenster aufzuhebeln.
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Weniger Straftaten / Einbruchszahl im Landkreis Prignitz hat sich fast halbiert

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07. März 2020, 05:00 Uhr

Die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten im Land Brandenburg ist von 2009 bis 2018 deutlich zurückgegangen. Sie verringerte sich um etwa 27 600 auf knapp 173 000, was einem Minus von rund 14 Prozent entspricht, wie aus der Antwort des Innenministeriums in Potsdam auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion hervorgeht. Für 2019 nannte das Ministerium noch keine Zahlen. Wie ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur sagte, sei aber auch für das vergangene Jahr ein Rückgang der Kriminalität zu erwarten.

Nur in der Landeshauptstadt Potsdam und im Landkreis Dahme-Spreewald nahmen die Straftaten um rund 120 auf knapp 16 170 Fälle beziehungsweise um rund 840 auf 15 100 Fälle zu.

In allen anderen Brandenburger Landkreisen gingen sie zurück - in der Prignitz und der Uckermark sogar jeweils um gut 29 Prozent.

Im Gegensatz zur allgemeinen Kriminalitätsentwicklung stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche mit Diebstählen im Berichtszeitraum landesweit geringfügig um rund 150 auf 2600. Allerdings unterscheidet die Brandenburger Kriminalitätsstatistik zwischen den versuchten und den vollendeten Delikten.

Die Versuche nahmen von 640 im Jahr 2009 auf rund 1100 im Jahr 2018 zu. Dagegen gingen die vollendeten Einbrüche im selben Zeitraum von rund 1800 auf etwa 1460 Fälle zurück.

Die Rückgänge beschränkten sich laut Innenministerium auf die kreisfreien Städte Potsdam, Cottbus, Frankfurt (Oder) sowie die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Havelland, Uckermark und - um fast 50 Prozent - auf die Prignitz. Nach Polizeiangaben sind die Gemeinden im Berliner Umland bereits seit Jahren stärker mit Wohnungseinbrüchen belastet als die Gemeinden in der Grenzregion zu Polen. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen nahm im Landesdurchschnitt von rund 28 Prozent auf knapp 19 Prozent ab.

Auch bei den Diebstählen registrierte die Brandenburger Polizei zwischen 2009 und 2018 einen Rückgang um etwa 18 000 Delikte auf rund 62 300. Der Rückgang betrifft auch den Autoklau. Wurden im Jahr 2009 noch rund 3300 Autos in Brandenburg als gestohlen gemeldet, waren es im Jahr 2018 nur noch 2350.

Lediglich in den Landkreisen Oder-Spree und Spree-Neiße nahmen die Autodiebstähle im Berichtszeitraum von etwa 250 auf 300 beziehungsweise von rund 140 auf knapp 200 zu, konstatierte das Potsdamer Innenministerium.

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