Potsdam : Wohnungen, Büros und ein Hotel

Das Gelände des denkmalgeschützten ehemaligen Landtags auf dem Brauhausberg. Hier sollen 26 Gewerbeeinheiten und 100 Wohnungen entstehen.
Das Gelände des denkmalgeschützten ehemaligen Landtags auf dem Brauhausberg. Hier sollen 26 Gewerbeeinheiten und 100 Wohnungen entstehen.

Immobilienunternehmer sucht für sein Bauprojekt am ehemaligen Landtagsgebäude am Potsdamer Brauhausberg weitere Investoren.

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19. Oktober 2019, 05:00 Uhr

Wohnungen, Büros und ein Hotel sollen entstehen: Um das seit Jahren geplante Bauprojekt am ehemaligen Landtagsgebäude auf dem Potsdamer Brauhausberg umzusetzen, sucht der Eigentümer zusätzliche Investoren. Das Vorhaben soll bis 2024 fertiggestellt sein, teilte ein Sprecher des Berliner Immobilienunternehmens Sanus AG auf Nachfrage mit.

Das Unternehmen gab an, 30 Prozent von dem damaligen Miterwerber, der Eureka Immobilien Management, übernommen zu haben. Zuerst hatte die „Märkische Allgemeine“ über den Verkauf des Anwesens berichtet. Der Zeitung liegt nach eigenen Angaben ein Exposé dazu vor. Das Unternehmen dementierte jedoch den Verkauf. Kein Makler sei damit beauftragt worden, hieß es in einer Mitteilung. „Die Sanus AG bekennt sich zu dem Vertrag mit dem Land Brandenburg und wird diesen vollumfänglich erfüllen“, hieß es weiter. Das Unternehmen sei nach wie vor Bauherr und werde das Projekt bauen, renovieren und fertigstellen.

Das historische Gebäude der ehemaligen Reichskriegsschule wurde 2015 vom Land an das Immobilien-Konsortium Sanus und Eureka für 8,9 Millionen Euro verkauft – obwohl es weitaus höhere Gebote gegeben hatte. Gerüchte, dass das Objekt unter politischer Einflussnahme zu billig an das Berliner Konsortium ging, dementierte das Ministerium damals. Das Konzept sei entscheidend gewesen, hieß es. Bis zum Umzug in das neue Stadtschloss Ende 2013 residierte dort das Parlament.

Eine Mischnutzung aus Forschung, Wohnen und Gewerbe war mit dem „Kreml“ geplant. Die denkmalgerechte Sanierung sollte in drei Jahren abgeschlossen sein. Daraus wurde nichts. Zwischenzeitlich mietete die Stadt Potsdam das Anwesen für die Unterbringung von Flüchtlingen an.

Nun soll das Gebäude endlich seine „Verjüngungskur“ bekommen, so die Pläne. Wohnungen und Büros für das Potsdamer Geoforschungszentrum und ein Hotel für Wissenschaftler seien geplant. Es sollen 26 Gewerbeeinheiten und über 100 Wohnungen entstehen. Es geht um eine Nutzfläche von 16 400 Quadratmetern.

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