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Landessynode tagt : Wohin mit der Kollekte?

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Landessynode der EKBO beginnt in Frankfurt und tagt in Berlin / Münzgeldannahme aus Klingelbeuteln wird zum Problem

von
erstellt am 26.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Die Kirchen in Berlin und Brandenburg haben ein Bargeldproblem: Weil immer weniger Banken bereit sind, in großen Mengen Münzgelder anzunehmen, gibt es zunehmend Schwierigkeiten bei der Einzahlung der in den Gottesdiensten gesammelten Kollekten.

Selbst eine der Evangelischen Kirche nahestehende Bank nehme keine Einzahlungen von größeren Mengen Münzgeldes mehr an. Und die Einzahlung in Münzautomaten führe dazu, dass „zwei Mitarbeiterinnen einen ganzen Arbeitstag beschäftigt seien“, heißt es in einem Antrag der Kirchengemeinde Berlin-Bohnsdorf an die Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) , die gesternabend mit einem Gottesdienst in Frankfurt (Oder) eröffnet wurde. Noch bis Samstag wird sie in der Berliner Bartholomäuskirche tagen. Die Kirchengemeinde fordert die Landeskirche deswegen auf, möglichst noch vor dem Weihnachtsfest einen Rahmenvertrag mit einer Bank über die Bargeldannahme abzuschließen.

Der Schwerpunkt der diesjährigen Herbstsynode ist indes ein anderes Thema: Ausführlich will sich das protestantische Kirchenparlament der kirchlichen Friedensarbeit widmen. Vorträge des Potsdamer Klimaforschers Hans-Joachim Schellnhuber zum Zusammenhang von Friedensarbeit und Klimaschutz sowie des EKD-Friedensbeauftragten Renke Brahms stehen dazu auf dem Programm der Kirchenparlamentarier. Beschlossen werden soll zudem ein Nachtragshaushalt für 2017 sowie ein Doppelhaushalt für die kommenden beiden Jahre, in dem für 2018 rund 393 Millionen Euro und für 2019 rund 395 Millionen Euro eingeplant sind. Der Nachtragshaushalt wurde erforderlich, weil die Evangelische Landeskirche rund 16,4 Millionen Euro mehr Kirchensteuern einnehmen konnte, als ursprünglich erwartet. Davon sollen allein 1,5 Millionen Euro in einen von der Synode beschlossenen Sonderfonds für Baumaßnahmen fließen. Diskutiert werden soll auf der Synode zudem die Situation von so genannten Prädikanten – dabei handelt es sich um Ehrenamtliche, die in den Gemeinden zur Unterstützung der Pfarrer mit der Leitung von Gottesdiensten beauftragt sind. Wie aus dem schriftlichen Bericht der Kirchenleitung für die Landessynode hervorgeht, der dieser Zeitung vorliegt, scheint es im Land Brandenburg zudem Probleme zwischen der Härtefallkommission für Asylfälle und dem Innenministerium in Potsdam zu geben. „Die Mitglieder der Härtefallkommission setzten sogar ihre Arbeit aus und ließen sie ruhen, weil es zwischen ihnen und dem brandenburgischen Innenminister große Meinungsverschiedenheiten gab, über die zahlreiche Gespräche geführt wurden“, heißt es in dem Text.
 

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