Weihnachtsmärkte in Brandenburg starten : Wirtschaftsfaktor für Tourismus

Weiter erhöhte Sicherheitsvorkehrungen – Zufahrten zu den Bereichen gesperrt

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27. November 2018, 10:41 Uhr

In Brandenburg beginnt wieder die Zeit der Weihnachtsmärkte. In Potsdam eröffnete gestern  der große Weihnachtsmarkt „Blauer Lichterglanz“ – nach Angaben der Stadt lockt er jährlich allein rund eine Million Besucher in die Innenstadt. Dazu kommen kleine Spezialmärkte, etwa der Böhmische Weihnachtsmarkt, der an zwei Adventswochenenden stattfindet. Die Weihnachtsmärkte seien ein Wirtschaftsfaktor für die Landeshauptstadt und den Tourismus, sagt Potsdams Pressesprecher Markus Klier. Auch der Sprecher der Tourismus Marketing Brandenburg (TMB), Patrick Kastner, betont: „Die Weihnachtsmärkte fördern den Tourismus im Land.“ Besonders Berliner und Besucher aus den Nachbarbundesländern nutzten die Gelegenheit, für den Weihnachtsmarktbesuch „mal raus zu fahren“.

Der Weihnachtsmarkt am Schloss Belvedere auf dem Pfingstberg in Potsdam erlebt am ersten Adventswochenende seine zweite Auflage. Ein Alleinstellungsmerkmal für Brandenburg sei zudem die „Spreewaldweihnacht“ mit dem Kahn zwischen zwei Weihnachtsmärkten in Lübbenau (Oberspreewald-Lausitz), betont Kastner.

Neben dem großen Weihnachtsmarkt, der gestern mit dem traditionellen Stollenanschnitt eröffnet wurde, bietet auch Cottbus Bewohnern und Besuchern wieder eine Reihe kleinerer Adventbasare. „Die Weihnachtsmärkte im Schlosspark Branitz und auf dem Klosterplatz haben ihre ganz eigenen Noten“, sagt Stadtsprecher Jan Gloßmann.

Wie in Cottbus spielen auch auf dem Adventsmarkt in dem Dorf Jabel (Ostprignitz-Ruppin) regionale Produkte eine wichtige Rolle. Nur ist er auf weniger als 100 Quadratmetern Ausstellungsfläche wohl der kleinste Weihnachtsmarkt – zumindest in der Ostprignitz. Seit zehn Jahren lockt Gastwirtin Petra Puls so schon Gäste aus Nah und Fern in ihr kleines Ausflugslokal. „Das Besondere ist die Gemütlichkeit“, sagt sie. Traditionell finde der Markt an letzten Adventswochenende statt – dieses Jahr allerdings an einem Samstag.

Ob nun im Ausflugslokal, ganz große auf dem Marktplatz oder in der Kunsthandwerkstatt: Laut Kastner ist zu beobachten, dass sich in Sachen Weihnachtsmärkte im Land einiges tut. „Wir listen jedes Jahr über 200 solcher Märkte auf unserer Webseite“, sagt der TMB-Specher. In diesem Jahr seien es sogar 217 Veranstaltungen rund um die Adventszeit.

Eine wichtige Rolle spiele oft auch die Erreichbarkeit mit dem Zug. „Das macht die Frage, wer den Glühwein und wer den Kinderpunsch trinken darf, überflüssig“, sagt Kastner. So sei beispielsweise der Gänsemarkt in Angermünde (Uckermark) gut mit dem Regionalexpress 3 zu erreichen.

Zwei Jahre nach dem Terroranschlag auf einem Berliner Weihnachtsmarkt bleiben erhöhte Sicherheitsvorkehrungen auch auf brandenburgischen Weihnachtsmärkten weiterhin bestehen. In  Potsdam werden die Zufahrten zur Fußgängerzone durch Transporter zugestellt, wie der Weihnachtsmarkt-Veranstalter Coex gestern auf Anfrage mitteilte. An den Hauptzufahrten stehen zudem Kühlhänger als Sperren. 2017 sei das Konzept eingeführt worden - als Reaktion auf den Anschlag auf dem Breitscheidplatz im Jahr davor. Dabei starben 12 Menschen, mehr als 70 wurden verletzt.

Auch in Brandenburgs zweitgrößter Stadt Cottbus bleibt es dabei, dass Betonklötze am zentralen Altmarkt zwischen der Straßendurchfahrt und den Weihnachtsmarktständen platziert sind. Hinzu kommen an anderen Zufahrten noch Transporter als Sperren, wie es von Coex weiter hieß.

Die schönsten Weihnachtsmärkte im Norden

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