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Konjunkturreport: : Wirtschaft der Region nimmt Fahrt auf

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Wirtschaft in Brandenburg und Berlin kommt wieder in Fahrt. Nach einer kleinen Konjunkturdelle im Herbst hellen sich die Aussichten zu Jahresbeginn deutlich auf. Die Firmen kündigen wieder mehr Investitionen an. Doch nicht alle Regionen profitieren in gleichem Maße.

svz.de von
erstellt am 09.Feb.2015 | 22:00 Uhr

Die Wirtschaft in Brandenburg und Berlin kommt wieder in Fahrt. Doch nicht alle Regionen profitieren in gleichem Maße. „Wir haben noch keinen richtigen Konjunkturboom, aber die Wirtschaft ist im Aufwind“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin, Jan Eder, gestern bei der Vorstellung des aktuellen Konjunkturreports für die Hauptstadtregion. Demnach hat sich die Stimmung der Berlin-Brandenburger Wirtschaft im Vergleich zum Herbst deutlich entspannt. Der Konjunkturklimaindex stieg seither um fünf Zähler auf 128 Punkte.

Die Hälfte der knapp 1500 zwischen Dezember und Mitte Januar befragten Unternehmen schätzt ihre aktuelle Lage als gut ein, weitere 40 Prozent als befriedigend. Das sind landesweit ganz ähnliche Werte wie vor einem Jahr. Im Bereich der IHK Potsdam - zu der auch die Prignitz zählt - sehen 49 Prozent aller Unternehmer die aktuelle Geschäftslage positv. 43 Prozent der Betreibe gaben bei der Umfrage ein „befriedigend“ an. Eher verhalten fiel die Frage nach den Aussichten aus. Dort kreuzten 25 Prozent „günstig“ und 61 Prozent „gleichbleibend“ an.

Für die Industrie zeichne sich das Bild einer soliden, leicht anziehenden Frühjahrskonjunktur ab, sagte der Cottbuser IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Krüger. Das Verkehrsgewerbe profitiere von niedrigen Kraftstoffkosten. Unsicherheiten bleiben jedoch; neben Mindestlohn und Maut sei das vor allem die Lage in der Ukraine.

Insgesamt ist die Stimmung in den märkischen Randregionen etwas weniger optimistisch als in Berlin und dem Umland. So schätzen in Ostbrandenburg 43 Prozent die aktuelle Lage als gut ein, vor einem Jahr waren es noch 51 Prozent. Der Ostbrandenburger IHK-Hauptgeschäftsführer Gundolf Schülke sieht mehrere Ursachen. So sorgen angekündigte Betriebsschließungen wie beim Bahnwerk Eberswalde regional für Unsicherheiten.

Doch insgesamt zeigte sich Schülke zufrieden. Er verwies darauf, dass 90 Prozent der befragten Firmen aus der Hauptstadtregion mehr als bisher oder zumindest genauso viel investieren wollen. „Das ist ein Spitzenwert“, betonte er. Zu schaffen mache die demografische Entwicklung: „Alle vier Kammerbezirke haben das Problem, Ausbildungsplätze zu besetzen.“

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