Kriminalität An der Grenze : Weniger Autos in der Mark gestohlen

Hochwertige Fahrzeuge sind bei Dieben beliebt.
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Hochwertige Fahrzeuge sind bei Dieben beliebt.

Einsätze in der Grenzregion wirken offenbar positiv. Probleme melden allerdings einige Autohäuser.

svz.de von
16. Juli 2014, 23:00 Uhr

Die Zahl der Autodiebstähle in Brandenburg ist zurückgegangen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden 1696 Wagen gestohlen und damit zehn Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2013, wie das Innenministerium gestern mitteilte. Im ersten Halbjahr 2013 waren es 1896. 349 Tatverdächtige wurden laut Innenministerium zwischen Januar und Juni festgenommen – so viele wie im ersten Halbjahr 2013.

Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) betonte, dass es sich bei den Zahlen um eine Momentaufnahme handele und keine Prognose für das Gesamtjahr abgegeben werden kann. Im gesamten vergangenen Jahr hatte es 3522 Autodiebstähle im Land gegeben.

Der Anteil von Tatverdächtigen aus dem Ausland steigt dem Ministerium zufolge. Im ersten Halbjahr 2013 habe er bei 37 Prozent gelegen – nun bei 50 Prozent.


Auch Kennzeichen und Spiegel entwendet


Autohäusern machen Diebe zunehmend zu schaffen. Reifen, Kennzeichen, Spiegel, aber auch Neuwagen gleich mit Papieren werden gestohlen. Dann wieder sind Sommerreifen gefragt oder Airbags. „Rund 600 Diebstähle wurden im vergangenen Jahr gemeldet“, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums des Landes, Rudi Sonntag.

Regionale Schwerpunkte seien Schwedt und Prenzlau in der Uckermark sowie Potsdam, Eisenhüttenstadt, Oranienburg und der Landkreis Spree-Neiße.

Gemessen an den landesweit insgesamt rund 83 500 Diebstählen haben die Fälle in Autohäusern mit 0,7 Prozent nur einen geringen Anteil. „Doch einige werden dadurch massiv in der Existenz bedroht“, sagte der Präsident des Kraftfahrzeuggewerbes Berlin-Brandenburg, Hans-Peter Lange. Zehn „Besuche“ von Dieben in einem Jahr seien kein Einzelfall, sagte er. „Für die Sicherung ihrer Geschäfte sind zunächst die Betreiber verantwortlich“, sagte Polizeisprecher Sonntag. „Kompletten Schutz kann es aber nicht geben“, sagte Verbandspräsident Lange. „Es ist auch immer eine Frage des Geldes.“ Zudem stiegen Beiträge für Versicherungen, wenn es ein Risiko gebe. Wer es sich leisten könne, installiere eine Videoanlage oder organisiere Wachschutz.


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