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Schrumpfende Forstverwaltung : Stellenabbau bei Waldarbeitern

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Statt der Axt kommen riesige Maschinen zum Einsatz: Waldarbeit hat sich stark gewandelt – das hat Folgen.

Nach dem Umbau der Forstverwaltung beschäftigt das Land noch rund 1830 Beamte. 1990 gab es laut Agrarministerium noch etwa 10 000 Beschäftigte. Anders als heute waren diese für den gesamten Wald in Brandenburg mit einer Fläche von etwa 1,3 Millionen Hektar verantwortlich. Heute ist der Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) laut Ministerium Eigentümer von etwa 274 000 Hektar Wald. Der Umbau war 2008 beschlossen worden. Er sieht bis 2015 einen Personalabbau von damals 2500 auf 1500 Stellen bis zum Jahr 2015 vor.

Wie sehr sich auch die Waldarbeit verändert hat, zeigt seit Freitag die 2. Brandenburger Forstausstellung in Paaren/Glien.Bis Sonntag können Besucher im Erlebnispark des Märkischen Ausstellungs- und Freizeitzentrums die Schau besuchen. Die Messe im Havelland soll auch auf Veränderungen in Forstberufen hinweisen. So sind über die Jahrhunderte Berufe weggefallen wie Zeidler, die Honig wilder Bienenvölker im Wald sammelten, oder Köhler, die Holz zu Meilern aufschichteten und Holzkohle produzierten. Die erste Forstausstellung 2013 besuchten rund 2500 Menschen.Der Umsatz der brandenburgischen Holzindustrie mit etwa 3800 Beschäftigten liegt laut Ministerium jährlich bei rund 1,4 Milliarden Euro. Etwa 4,2 Millionen Festmeter Holz werden jährlich geschlagen. Verarbeitet werden sie auch in privaten Handwerksunternehmen mit etwa 6000 Beschäftigten. Neben dem Landesbetrieb kümmerten sich etwa 250 private Forstunternehmen mit rund 1000 Mitarbeitern um Brandenburgs Wald, sagte ein Ministeriumssprecher.

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