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Neues Versprechen der Landesregierung : Schnelles Internet auf Zielgeraden

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Breitband-Anschlüsse landesweit bis Ende 2015 / Im Herbst erste Anschlüsse in der Prignitz

von
erstellt am 20.Aug.2014 | 16:21 Uhr

Bis Ende 2015 soll es im gesamten Land Brandenburg Breitbandanschlüsse für das Internet geben. Das kündigte Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) gestern im Inforadio des RBB an. Man könne nicht bis 2018 auf den Bund warten.

Dafür habe Brandenburg von Brüssel 94 Millionen Euro Fördermittel bewilligt bekommen. Damit würden alle Orte versorgt, in denen bislang noch kein Zugang zum Internet über Breitband möglich war, ergänzte Ministeriumssprecher Steffen Streu.

In sechs Planungsregionen im Norden und Südwesten Brandenburgs sind die Aufträge mittlerweile vergeben. „Und die Verträge sind so gestaltet, dass die Unternehmen zahlen müssen, wenn sie dies nicht bis Ende 2015 abgeschlossen haben“, sagte Christoffers.

In der Prignitz und im Landkreis Oberhavel sollen Mitte September die ersten neu ausgebauten Anschlüsse übergeben werden. „Die Landesregierung hatte uns schon für 2009 schnelles Internet für alle versprochen“, kritisierte Brandenburgs CDU-Chef und Spitzenkandidat für die Landtagswahl im September, Michael Schierack.

„Fünf Jahre später sind aber noch immer viele Regionen regelrecht abgekoppelt.“ Es sei unverständlich, wieso die Landesregierung in der aktuellen Förderperiode dem Thema „Schnelles Internet“ keine Priorität eingeräumt habe.

Die Bundesregierung will nach ihrer gestern vorgestellten „Digitalen Agenda“ bis 2018 in ganz Deutschland Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde erreichen.

Derzeit liege der Ausbaugrad des Breitbandes in den Städten bei 80 Prozent und auf dem Land unter 20 Prozent, sagte Infrastrukturminister Alexander Dobrindt (CSU) in Berlin. Daher soll es als Erstes um schlecht versorgte ländliche Regionen gehen. Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, Ralph Bührig, sagte auf dem rbb-Sender Radio Eins: „Unsere Betriebe brauchen dringend den Ausbau, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Es gebe gerade im Nordosten und Nordwesten noch viele weiße Flecken beim schnellen Internet. „Derzeit gibt es mehr als 10 000 Einträge von Betrieben, Unternehmen und auch Haushalten, die sagen: wir brauchen schnelles Internet“, so Bührig. Seite 15

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