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Tesla vs. SpaceX : Rivalen auf dem Markt der E-Autos

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Konzerne stellen immer neue Modelle vor.

Der Elektroauto-Hersteller Tesla ist ein Phänomen. Da ist eine Firma, die gerade einmal 100 000 Fahrzeuge verkauft hat, einen hohen Verlust nach dem anderen einfährt – und doch immer wieder etablierten Autokonzernen als zukunftsweisendes Vorbild vorgehalten wird. Das mag dem charismatischen Auftreten des milliardenschweren Chefs Elon Musk geschuldet sein – aber Tesla ist auch kein Autobauer wie jeder andere. Die Wagen sind ständig mit dem Internet verbunden. Im Cockpit dominiert ein 17-Zoll-Touchscreen. Funktionen wie sportlichere Beschleunigung oder die Freischaltung von Sensoren für automatisiertes Fahren kommen per Software-Update aus dem Netz.

Geht die Milliarden-Wette von Musk auf Elektro-Mobilität und das Auto als eine Art rollendes Smartphone also auf? Oder ist der 44-Jährige, der mit seiner Firma SpaceX auch Raketen ins All schießt, gerade dabei, sich ganz groß zu verrennen? Musk zeigt sich siegessicher. Am Ende werden „alle Autos elektrisch sein“.

Unter Analysten gibt es Zweifel. Die Aktie fiel nach Höhepunkten über 280 Dollar im Sommer wieder auf gut 220 Dollar zurück. Im Herbst verwies ein Analyst der Bank Morgan Stanley darauf, dass der Verkauf von Elektroautos weltweit schwächele.

Zur Marktlage tragen auch die sinkenden Ölpreise bei, die einen Umstieg vom Verbrennungsmotor auf Elektroantrieb weniger dringlich machen. Hinzu kommt, dass Elektroautos noch längere Zeit teurer als herkömmliche Fahrzeuge sein dürften. Das liegt vor allem am hohen Preis der Batterien. Der Chef des Autozulieferers Continental, Elmar Degenhart, betont, Batterietechnik sei der Schlüssel. „Wir kommen von Preisen bei 1000 Euro pro Kilowattstunde, momentan sind es etwa 250 Euro.“ Interessant werde es, wenn die Marke von 100 Euro unterschritten sei: „Dann wird ein Elektrofahrzeug möglich, das über fünf Jahre gerechnet geringere Betriebs- und Wartungskosten hat als ein Benziner oder ein Diesel, auch wenn es vom Preis her immer noch teurer ist.“

Trotz Zweifeln häufen sich die Ankündigungen von Elektroautos etablierter Konzerne. So stellte Citroen eine strombetriebene Neuauflage des Freizeitmobils Mehari in Aussicht. VW kündigte die Präsentation eines Elektrofahrzeugs im Januar in Las Vegas an.

Jede Menge neue Player drängen ins Geschäft. Besondere Aufmerksamkeit bekommen die Gerüchte über die Entwicklung eines Elektroautos bei Apple. Und dann gibt es noch die wohl mit chinesischem Geld finanzierte Firma Faraday Future, die den Bau einer Fabrik in Las Vegas für eine Milliarde Dollar ankündigte.

 

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