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Fachkräfte : Pakt für mehr Ausbildungsplätze

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Jugendliche sollen in Brandenburg Chance auf Wunschausbildung bekommen

Von Benjamin Lassiwe

Noch vor wenigen Jahren war es kaum möglich, für alle Jugendlichen einen Ausbildungsplatz zu finden. Heute hat sich das Bild entschieden gewandelt. Deswegen wurde in Potsdam nun ein „Brandenburgischer Ausbildungskonsens“ unterzeichnet.

In Brandenburg gibt es wenige Wochen vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres noch 5000 offene Lehrstellen. Dem stehen etwa 5000 noch nicht vermittelte Schulabgänger gegenüber. Das sagte die Chefin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, Jutta Cordt, gestern anlässlich der Unterzeichnung des „Brandenburgischen Ausbildungskonsenses“ in Potsdam.

In der Erklärung verpflichten sich Wirtschaft, Gewerkschaften und Arbeitsagentur dazu, künftig mindestens 10 000 Ausbildungsplätze pro Ausbildungsjahr anzubieten.

2013 hatte es mit 9261 Ausbildungsverträgen erstmals deutlich weniger als 10 000 neu eingestellte Auszubildende im Land gegeben. 1999 wurden in Brandenburg noch 13 571 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Cordt zufolge gibt es in Cottbus pro Schulabgänger derzeit 1,38 freie Ausbildungsplätze. In Potsdam und Neuruppin halte sich das Verhältnis die Waage, in Eberswalde dagegen gebe es nur 0,58 Stellen pro Bewerber.

Im letzten Jahr blieben in Brandenburg 1073 Lehrstellen unbesetzt, während 936 Jugendliche einen Ausbildungsbetrieb vergeblich suchten, aber keine ihren Wünschen entsprechende Stelle fanden. Der Ausbildungsmarkt sei „eigentlich gut aufgestellt“, so Cordt. Aber Schulabgänger und Ausbildungsbetriebe fänden teilweise nicht zueinander.

Derzeit fehlten nach Angaben von Handwerkskammertag-Präsident Jürgen Rose allein im Handwerk für 1500 Plätze Interessenten, davon 500 in Potsdam. „Die Ausbildungssituation ist schwierig“, sagte Rose. „Die Attraktivität der Berufsausbildung im Handwerk muss deutlicher hervorgehoben werden.“

Der Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg, Christian Amsinck, plädierte dafür, auch unter Berliner Jugendlichen für eine Ausbildung in Brandenburg zu werben.



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