zur Navigation springen

immer beliebter : Naturtourismus ist der Hit

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Allein im Spreewald seien fast neun Prozent der Urlauber Biosphärenreservatstouristen im engeren Sinne.

Naturschutzgebiete spielen eine immer wichtigere Rolle für Brandenburgs Tourismus. Nach Informationen des Potsdamer Umweltministeriums gibt es heute mehr als doppelt so viele Naturschutzgebiete im Land als noch 1992. Die Fläche ist um das Vierfache auf nun 229 447 Hektar gewachsen. Flora-Fauna-Habitate sowie Vogelschutzgebiete umfassen rund 27 Prozent der Landesfläche.
„Der Nationalpark Unteres Odertal, drei Biosphärenreservate und elf Naturparks sind ein Markenzeichen Brandenburgs und touristische Highlights“, sagte Ministeriumssprecherin Alrun Kaune-Nüßlein. Allein im Spreewald seien fast neun Prozent der Urlauber Biosphärenreservatstouristen im engeren Sinne. „Das Biosphärenreservat spielt eine große Rolle bei der Urlaubsentscheidung.“
Nach Information der Tourismus Marketing Brandenburg (TMB) gaben in einer Umfrage 76 Prozent der Befragten an, dass naturbezogene Aktivitäten für sie der Hauptanlass ihrer Reise nach Brandenburg gewesen seien.

Einer der elf Brandenburger Naturparks ist der Naturpark Nuthe-Nieplitz. Gut 20 Kilometer südlich von Berlin gelegen, lockt er besonders Hauptstädter zu einem Wochenendtrip. „Unser Schwerpunkt ist die Vogelwelt“, sagt Naturparkleiterin Kordula Isermann. Im Frühjahr und Herbst rasteten hier Zehntausende Gänse und Kraniche. Drei Verwaltungsmitarbeiter, ein engagierter Landschaftsförderverein sowie vier Naturwächter, sogenannte Scouts, kümmern sich Isermann zufolge um den Erhalt des Naturparks.
Trotz seiner touristischen Bedeutung nehmen einige Anwohner und Besucher es mit dem Naturschutz nicht ganz so genau. „Ab und an verlassen Reiter oder Wanderer die ausgezeichneten Pfade“, so Isermann. Die Scouts achteten darauf, dass das die Ausnahme bleibt. euten dies zu vermitteln.“

Probleme mit Anwohnern kenne der Leiter des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, Sven Rannow. „Es gibt immer wieder Punkte, wo Naturschützer und Anwohner unterschiedlicher Meinung sind.“ Baurechtliche Beschränkungen ließen in einigen naturparknahen Gegenden manchmal keine Wohnbebauung zu.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen