Bahn: : Land profitiert von Investitionen

Am Hamburger Hauptbahnhof werden 22 Weichen ausgetauscht.
Am Hamburger Hauptbahnhof werden 22 Weichen ausgetauscht.

Gebaut wird wie überall in Deutschland unterm rollenden Rad. Brandenburg ist es nach derzeitigem Stand immerhin fast eine Milliarde Euro. Zählt man Berlin und Mecklenburg-Vorpommern dazu, wächst die Summe auf 2,5 Milliarden Euro.

svz.de von
08. Dezember 2014, 22:02 Uhr

Vom größten Modernisierungsprogramm der Deutschen Bahn profitiert auch Brandenburg. Hier sind bislang 950 Millionen Euro verplant. Gebaut wird wie überall in Deutschland unterm rollenden Rad. Dann hat Max Maulwurf in den nächsten Jahren alle Hände voll zu tun. Er ist das Maskottchen der Deutschen Bahn, stammt aus der Region, und soll Sympathie ausstrahlen, wenn es bei der Bahn mal wieder heißt: Baustelle und Schienenersatzverkehr in Aussicht.

Inzwischen hat Max Maulwurf die ganze Bundesrepublik erobert und könnte bis 2019 zu Deutschlands Superstar werden. Die Rekordsumme von 28 Milliarden Euro muss bis dahin verbuddelt werden – in Brandenburg ist es nach derzeitigem Stand immerhin fast eine Milliarde Euro. Zählt man Berlin und Mecklenburg-Vorpommern dazu, wächst die Summe auf 2,5 Milliarden Euro. Mit dem Geld sollen in den drei Ländern 86 Brücken, knapp 2000 Kilometer Gleise erneuert sowie 780 Weichen ausgetauscht werden. Größere Maßnahmen im Osten sind der Bahn zufolge Gleiserneuerungen zwischen Berlin und Hamburg sowie Brückensanierungen in Cottbus und Berlin.

Hintergrund ist eine Vereinbarung des Konzerns mit der Bundesregierung zur Finanzierung der Netz-Instandhaltung. Damit will die Bahn den durch Unterfinanzierung entstandenen Investitionsrückstau aus den zurückliegenden Jahren in Höhe von fast 30 Milliarden Euro abbauen. Von den Investitionen fließt ein großer Teil in den Oberbau, also in die Erneuerung oder den Austausch von Schienen, Weichen, Schwellen und Schotter.

Der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) hatte in seinen jährlichen Netz-Zustandsberichten die Schwachstellen im regionalen Schienennetz aufgeführt und Investitionen seitens der Bahn gefordert.


Neue Fahrpläne für 300 000 Züge


Im kommenden Jahr stehen in Brandenburg Bauarbeiten zwischen Königs Wusterhausen und Grünau, Frankfurt (Oder) und Wiesenau sowie in Berlin im Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn zwischen Gesundbrunnen und Anhalter Bahnhof an. Auch auf der Berliner Stadtbahn wird es im Spätsommer eng: Zwischen August und November steht nach Aussagen von DB-Vorstand Jörg Sandvoß die Fugensanierung am Brückenbauwerk des Berliner Hauptbahnhofs an. Betroffen sind die Fernbahngleise, die in dieser Zeit gesperrt werden müssen. Die S-Bahn ist nicht betroffen. Bundesweit seien Sandvoß zufolge jährlich neue Fahrpläne für 300 000 Züge nötig, damit bei Bauarbeiten auf der Schiene alles reibungslos funktioniert.

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