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100 000 Menschen in Branche beschäftigt : Industrie verzeichnet Aufwärtstrend

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Brandenburg ist nach Einschätzung von Wirtschaftsforschern auf dem Weg zurück zu einem erfolgreichen Industrieland. 14 Prozent der wirtschaftlichen Leistung des Bundeslandes entfallen bereits auf diesen Sektor. Von den neuen Bundesländern hat lediglich Thüringen „einen stärkeren Re-Industrialisierungsprozess“.

Brandenburg ist nach Einschätzung von Wirtschaftsforschern auf dem Weg zurück zu einem erfolgreichen Industrieland. 14 Prozent der wirtschaftlichen Leistung des Bundeslandes entfallen bereits auf diesen Sektor, erklärte der Wirtschaftsforscher Joachim Ragnitz vom Dresdner Ifo-Institut. Einschließlich Bergbau und Energiesektor seien es sogar 20 Prozent.

Von den neuen Bundesländern habe lediglich Thüringen „einen stärkeren Re-Industrialisierungsprozess“ erreicht. Ragnitz hob insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit der Brandenburger Industrie hervor, die deutlich höher sei als in den meisten anderen ostdeutschen Bundesländern.

Auf einer Industriekonferenz in Cottbus untermauerte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) diese Aussagen mit Zahlen: Brandenburgs Industrie hat seit 2009 einen Umsatzzuwachs von 25 Prozent auf 25 Milliarden Euro im Jahr 2012 erreicht. Inzwischen seien 99 135 Menschen in märkischen Industriebetrieben beschäftigt. Das seien fast zehn Prozent mehr als 2009.

Die Anzahl der Industriebetriebe mit habe sich in dieser Zeit mehr als 20 Beschäftigten von 1100 auf 1200 erhöht. Wobei kleine und mittelständische Unternehmen dominieren.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) führte als wichtige Industriezweige Luft- und Raumfahrt, Energie und Logistik, Stahlproduktion und Optik an. Die Landesregierung setze sich dafür ein, dass neue Standorte eröffnet und bestehende erweitert werden, sagte er.

Die Landes-Investitionsbank ILB erhöhte die Fördersumme für die gewerbliche Wirtschaft deutlich: Im vergangenen Jahr sagte die Bank für diesen Bereich 234 Millionen Euro zu und damit 82 Prozent mehr als 2012.

Freilich gibt es weiterhin Probleme: Christoffers führte unter anderem den Strukturwandel, den Fachkräftebedarf und das veränderte Marktumfeld an. Das Land setze daher in der gerade begonnenen neuen EU-Förderperiode einen Schwerpunkt auf Forschung und Innovation. Außerdem gelte es, das benötigte Fachpersonal selbst auszubilden und zu halten sowie Experten aus anderen Regionen für Brandenburg zu gewinnen.

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