Grüne Woche : In Berlin kocht die Prignitz

78 Stände, drei Restaurants, mehr als 200 Einzelaussteller aus Brandenburg

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07. Januar 2016, 18:00 Uhr

78 Stände, drei Restaurants, mehr als 200 Einzelaussteller: Zum 24. Mal will sich das Land Brandenburg mit einer eigenen Messehalle auf der Internationalen Grünen Woche präsentieren. Die weltgrößte Ernährungs- und Landwirtschaftsausstellung findet vom 15. bis 24. Januar auf dem Berliner Messegelände unter dem Funkturm statt.

„Die Internationale Grüne Woche ist für uns mittlerweile ein ganz fester Bestandteil unserer Marketingmaßnahmen“, sagte Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) gestern in Potsdam. „Das Land Brandenburg braucht eine gut besuchte Grüne Woche.“ Auf der Messe soll unter anderem die Urkunde zur Ausrichtung der Landesgartenschau 2019 an Wittstock (Dosse) übergeben werden.

Neben dem Spargelhof der Familie Jakobs aus Beelitz sowie dem Erlebnisgasthof Schloss Diedersdorf wird erstmals die Wittenberger „Alte Ölmühle“ für die gastronomische Versorgung der Besucher der Brandenburghalle zuständig sein. Erstmals werden auch die uckermärkische Molkerei „Hemme Milch“, die Stadt Storkow, der Spargelhof Kremmen und die aus Burg im Spreewald stammende Marmeladenmanufaktur „Rosenrot und Feengrün“ mit eigenen Ständen auf der Grünen Woche präsent sein.

Organisiert wird der Brandenburger Auftritt durch den Verein für Regionalmarketing, „Pro Agro“. Zur Finanzierung der „Brandenburg-Halle“ werden nach Angaben Vogelsängers allerdings keine europäischen Fördergelder verwandt. Vielmehr seien dafür rund 820 000 Euro im Landeshaushalt vorgesehen. „Den Rest müssen die Aussteller selbst tragen.“

Der Präsident des Landesbauernverbandes und SPD-Landtagsabgeordnete Udo Folgart kündigte an, angesichts des in der kommenden Woche endenden Volksbegehrens zur Massentierhaltung während der „Grünen Woche“ mit den Besuchern auch das Gespräch über das Thema „Tierwohl“ suchen zu wollen. „Redet mit uns, und nicht über uns“ solle das Motto sein.

Vogelsänger kündigte an, während der „Grünen Woche“ auch die Wirtschaftskontakte mit Vertretern aus Russland pflegen zu wollen. „Die Sanktionen schaden nicht Präsident Putin, sie schaden den Menschen in Russland“, kritisierte der SPD-Politiker. „Die Sanktionen schaden nicht Angela Merkel, sie schaden den Brandenburger Milchbauern.“ Brandenburg wolle auch weiterhin „den Dialog mit den russischen Freunden suchen“.

Neben der Ölmühle aus Wittenberge wird die Prignitz durch zehn weitere Köche auf der Messe präsentiert. Sie stellen den Knieperkohl in den Mittelpunkt ihrer Kochkunst.

 
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