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Neue Enthüllung AM BER : Hochstapler plante Entrauchung

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ein Ingenieur am Pannen-Flughafen war in Wirklichkeit nur Technischer Zeichner.

Der BER erlebt ein neues Desaster: Der Planer der funktionsuntüchtigen Brandschutzanlage 14, Alfredo di Mauro, ist nach Angaben des Nachrichtenmagazins „Stern“ ein Hochstapler. Di Mauro sei kein Ingenieur, sondern besitze lediglich einen Gesellenbrief als Technischer Zeichner, hieß es.

Schon als Planer eines Ärztehauses in Offenbach habe er die Ingenieursausbildung vorgeschwindelt. Aufgeflogen sei er damals, weil sich im Keller des Gebäudes „ein kleiner See“ gebildet habe.

Hartmut Mehdorn hatte di Mauro im Frühjahr entlassen, weil der damalige Technik-Chef Jochen Großmann dessen Planungen für fehlerhaft hielt. Auch mit Großmann hatte der Flughafen kein Glück. Gegen ihn ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft Neuruppin wegen des Verdachts der Korruption.

Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg gab gestern auch nach mehrfachen Anfragen bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme zu dem Vorgang ab.


Es geht immer noch etwas schlimmer


„Der BER ist der schlagende Beweis dafür, dass der Satz ,Schlimmer geht’s nimmer’ falsch ist“, sagte der Fraktionsvorsitzende der märkischen Bündnisgrünen, Axel Vogel, gegenüber dieser Zeitung. Am BER tue sich ein neuer Abgrund auf, den Hartmut Mehdorn auf der Sitzung des Flughafen-Ausschusses am 3. Juli beantworten müsse.

Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der Christdemokraten, Ingo Senftleben, sagte gegenüber dieser Zeitung, dass der Flughafen offenbar ein Abonnement auf schlechte Nachrichten habe. „Immer wenn man denkt, es bessert sich, passiert das Gegenteil.“ Auch die CDU erwarte schnellstmöglich Aufklärung.

Und noch ein neuer Fall beschäftigt die Flughafengesellschaft: Nachdem in der Nähe des Berliner S-Bahnhofs Ostkreuz Planungsunterlagen der Flughafengesellschaft in zwei Containern gefunden wurden, erstattete das Unternehmen Strafanzeige gegen Unbekannt. „Offensichtlich stammen die Akten aus einem Planungsbüro, das früher für die Flughafengesellschaft arbeitete“, hieß es in einer Mitteilung.

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