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Schornsteinfeger : Hausbesitzer in der Kehrfalle

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bei Fristversäumnis drohen Zwangmaßnahmen.

Haben Sie in diesem oder dem letzten Jahr schon die anstehenden Messungen und Kontrollen an Ihrer Heizungsanlage vornehmen und gegebenenfalls den Kamin kehren lassen? Wenn nicht, droht Ungemach: Während früher der Bezirksschornsteinfegermeister per Gesetz dazu verpflichtet war, unaufgefordert und pflichtgerecht alle anstehenden Arbeiten vorzunehmen, müssen sich seit Anfang 2013 Hausbesitzer selbst darum kümmern. Tun sie das nicht und reagieren anschließend nicht auf das Schreiben des Ordnungsamtes, drohen ihnen Zwangsmaßnahmen, erläutert Markus Hirschnitz, Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks in Brandenburg.

Ähnlich wie beim Auto: Auch hier muss der Halter immer für aktuellen TÜV sorgen. Wann Prüfungen der Heizungsanlage erforderlich sind, erfahren Hausbesitzer aus dem Feuerstättenbescheid, den sie Ende 2012 erhalten haben müssten.

Machen sie von ihrer freien Schornsteinfegerwahl Gebrauch, müssen sie neben den Fristen auch darauf achten, dass ihr Kehrbezirksbevollmächtigter – der frühere Bezirksschornsteinfeger – von den Arbeiten erfährt. Dazu gibt es ein Formblatt, das der beauftragte Fachbetrieb ausfüllt.

Seit der Änderung hätten sich jedoch nur wenige Privathaushalte für einen Wechsel entschieden. „Etwa 90 Prozent der Kunden vertrauen weiter ihrem alten Schornsteinfeger“, erklärt Hirschnitz.

Zu den Aufagben, die weiterhin dem für den Kehrbezirk zuständigen Fachmann obliegen, gehören die Feuerstättenschau, die zweimal in sieben Jahren erfolgen muss, sowie die Abnahme neu errichteter Heizungsanlagen und Kamine. Für alle anderen Dienstleistungen können die Preise frei festgelegt werden – ein Wechsel könnte sich also lohnen.

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