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Sorge bleibt der Nachwuchs : Handwerkern im Land geht es gut

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

88 Prozent beurteilten ihre Geschäftslage mit gut oder zumindest befriedigend, wie die Handwerkskammern (HWK ) Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder) mitteilten. Die meisten gehen davon aus, dass dies auch in den kommenden Monaten so bleibt.

Brandenburgs Handwerksbetriebe sind nach einer aktuellen Konjunkturumfrage mit ihrer wirtschaftlichen Situation sehr zufrieden. 88 Prozent beurteilten ihre Geschäftslage mit gut oder zumindest befriedigend, wie die Handwerkskammern (HWK ) Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder) mitteilten.

Die meisten gehen davon aus, dass dies auch in den kommenden Monaten so bleibt. „Die äußerst positive Grundstimmung wird nicht zuletzt durch die Auftragslage bestimmt“, sagte Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der HWK Potsdam. Ähnliche Worte sind vom Prignitzer Kreishandwerksmeister Lothar Hildebrandt zu hören: „Der Jahresanfang verlief schleppend, aber momentan ist die Auftragslage wieder so gut, dass viele Betriebe keine neuen Aufträge mehr annehmen.“

Sorgen bereite nur der Nachwuchs: In den mehr als 40 000 Handwerksbetrieben waren Ende Juli noch 1484 Ausbildungsplätze unbesetzt. Zwar ist auch in der Prignitz der fehlende Nachwuchs ein Problem, Kreishandwerksmeister Hildebrandt kann sich jedoch über positive Entwicklungen freuen: „Wir haben in diesem Jahr mehr Bewerber als im vorigen.“

Für die Umfrage der HWK wurden etwa 7000 Betriebe befragt; rund 1500 antworteten. Der Anteil der Bewertungen mit „gut“ sei dabei gegenüber dem Vorjahr um 9 Punkte auf 38 Prozent gestiegen, hieß es. Dabei seien die Aussichten im Bau- und Ausbaugewerbe mit rund 90 Prozent positiver Einschätzungen überdurchschnittlich gut. Neben dem milden Winter mache sich der vermehrte Wohnungsbau vor allem im privaten Bereich bemerkbar.

So hat das Brandenburger Baugewerbe in den ersten sechs Monaten dieses Jahres knapp eine Milliarde Euro umgesetzt. Das ist nach Angaben des Statistikamts ein Plus von 17,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem in den Bereichen Wohnungsbau (+30,9 Prozent), Tiefbau (+29 Prozent) und im Straßenbau (+22,9 Prozent) gab es starke Umsatzzuwächse. Auch auf der Auftragsseite setzte sich der positive Trend fort.

Marion van der Kraats/

Susann Matschewski

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