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Viel Betrieb an Häfen : Elbeport und Co immer beliebter

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der Güterumschlag ist gestiegen. Vom Bund wird jetzt mehr Einsatz für den Erhalt und Ausbau der Wasserstraßen gefordert.

svz.de von
erstellt am 24.Apr.2014 | 23:24 Uhr

Der Güterumschlag in den märkischen Binnenhäfen ist dem Verkehrsministerium des Landes zufolge im Vorjahr um 5,5 Prozent auf 4,2 Millionen Tonnen gestiegen.

In dem Zusammenhang hat Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) an den Bund appelliert, die Wasserstraßen in Ostdeutschland nicht aufzugeben. „Wenn wir heute nicht investieren, bereuen das die kommenden Generationen“, sagte er. Denn ein Binnenschiff ersetze bis zu 100 Lastwagen.

Das Land hat den Neubau und die Modernisierung der elf öffentlichen Binnenhäfen seit 1993 mit rund 100 Millionen Euro gefördert. Transportiert werden Kohle, Rohöl, Erdgas, landwirtschaftliche Erzeugnisse und Schrott oder Abfälle.

Neu sind die Häfen in Schwedt, Brandenburg an der Havel, Wustermark, Wittenberge und Mühlberg an der Elbe sowie Eberswalde. Daneben gibt es weitere rund 30 Betriebshäfen.

Mit weiterem Wachstum sei zu rechnen, wenn der Ausbau der Wasserstraßenverbindung zwischen dem Rhein und Berlin sowie das neue Schiffshebewerk in Niederfinow fertiggestellt seien, sagte der Minister.


Hafen in der Prignitz vorbildlich


Besonders deutlich steigern konnte sich 2013 der Elbeport mit einem Güterumschlag von etwa 170 000 Tonnen – davon 55 000 Tonnen per Schiff. Im Jahr zuvor wurden insgesamt 80 000 Tonnen bewegt. „Wir liegen mit diesem Ergebnis leicht über dem Plan und werden in der Region immer stärker akzeptiert“, sagte Elbeport-Geschäftsführer Michael Beyer dem Prignitzer. Steigerungen seien auch künftig geplant: „Bislang haben wir vielleicht 50 Prozent von dem erreicht, was möglich ist.“

Beyer, seit einem Jahr auch Chef des Hafens in Wustermark (Havelland), forderte ebenfalls mehr Investitionen in die Wasserstraßen. „Wenn so viele Millionen in die Häfen gesteckt wurden, sollten die Flüsse und Kanäle für die Schifffahrt auch möglichst gut geeignet sein“, sagte er. Die Landesregierung müsse sich dafür stärker beim Bund einsetzen.

Notwendig sei beispielsweise ein Ausbau der Wassertiefe im Havelkanal. Bislang würden Pläne aber zu häufig in Schubladen verschwinden, kritisierte Beyer.

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