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Fischerei : Ein schlechtes Jahr für die Karpfen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Etwa 800 Tonnen Karpfen werden dieses Jahr voraussichtlich aus dem Wasser gezogen. 200 Tonnen weniger als im Vorjahr.

svz.de von
erstellt am 29.Dez.2015 | 20:22 Uhr

Brandenburgs Teichwirte blicken auf ein eher schlechtes Karpfenjahr zurück. Grund ist die lange Trockenheit im Sommer. Engpässe für das Festessen zum Jahresende müssen Karpfen-Freunde nicht befürchten. Etwa 800 Tonnen Karpfen werden laut Agrarministerium 2015 im Land voraussichtlich aus dem Wasser gezogen. Im Vorjahr waren es 1000 Tonnen. „Wir hatten in diesem Jahr große Probleme mit dem Wetter“, erklärte gestern Lars Dettmann, Geschäftsführer des Landesfischereiverbands.

Manche Teiche seien nicht bewirtschaftet worden, weil sich der Wassermangel früh abzeichnete. Anderenorts seien die Wasserstände wegen der langen Trockenheit letztlich so niedrig gewesen, dass die Fische nicht wie üblich gefüttert werden konnten oder eine leichte Beute für Wildtiere wurden.

Mit dem Füttern mussten sich die Teichwirte zurückhalten, weil es bei zu geringem Wasserstand zu Sauerstoffmangel im Wasser und dem Ersticken der Fische führen würde. Unter dem Strich gebe es daher weniger und kleinere Karpfen.

Die besonders beliebten Exemplare mit fünf Pfund oder mehr dürften die Ausnahme sein, schätzt Dettmann. „Viele werden nach den drei Jahren Aufzucht nur rund drei Pfund auf die Waage bringen.“ Grund zur Sorge bestehe für Fischliebhaber nicht. „Niemand geht leer aus“, verspricht Dettmann. Die kleinen Exemplare seien so lecker wie die großen. Aber in einigen Familien dürfte der Trend zum Zweitfisch gehen.

Bei den Preisen erwarte Dettmann keine Veränderung. Im Vorjahr kosteten die Fische rund sechs Euro pro Kilogramm.

mat

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