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Grüne Woche : Den Landwirten fehlen die Lehrlinge

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Branche will auf der Grünen Woche für sich werben

svz.de von
erstellt am 12.Jan.2015 | 12:17 Uhr

In Brandenburg bleiben immer noch viele Ausbildungsplätze in der Landwirtschaft unbesetzt. Der Bedarf liege pro Jahr bei rund 450 Lehrlingen für die etwa ein Dutzend „Grünen Berufe“ wie Land-, Fisch- oder Forstwirt, sagte der Präsident des Landesbauernverbandes, Udo Folgart, gestern in Potsdam. Auf der am Freitag beginnenden Grünen Woche (16. bis 25. Januar) in Berlin präsentiert Brandenburg in einer eigenen Halle die Land- und Ernährungswirtschaft des Landes.

2013 konnten nach Angaben des Agrarministeriums 337 Ausbildungsplätze besetzt werden. Es fehle immer noch ausreichend Nachwuchs, die Tendenz sei mittlerweile positiver als noch vor einigen Jahren, sagte Folgart. „Wir müssen deutlich machen, dass es um Jobs in einer Zukunftsbranche geht“, sagte er.

Eine Arbeitskraft ernähre etwa 133 Menschen. Zudem sei es eine Branche mit hoher technologischer Ausstattung. Die Grüne Woche biete eine gute Werbung für regionale Produkte, sagte Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD). Hier könne man unkompliziert mit Verbrauchern ins Gespräch kommen und sie für regionale Produkte sensibilisieren.

„Der Kunde hat es auch in der Hand, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben“, sagt Vogelsänger. Allein mit der Landwirtschaft seien 39 000 Jobs verbunden, mit dem Gartenbau noch einmal 17 000. Den Betrieben könne durch positive Kundenresonanz auch Mut gemacht werden, in die Weiterverarbeitung ihrer Agrarprodukte zu investieren, sagte er.

An knapp 80 Ständen bieten vor allem kleine und mittlere Unternehmen - Direktvermarkter und Handwerksbetriebe - märkische Produkte an. Etwa 200 Aussteller teilen sich in diesem Jahr die 20 Gemeinschaftsstände. Auch Tourismusanbieter aus den Regionen sind mit dabei. Dazu werden im Prignitzer Kochstudio regionale Rezepte gekocht.  

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