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Werk eröffnet : Dämmstoff „made in Wittenberge“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Austrotherm aus Österreich startet offiziell seine erste Produktion in Deutschland und schafft bis zu 70 Arbeitsplätze

von
erstellt am 05.Jun.2014 | 12:05 Uhr

Der österreichische Dämmstoffspezialist Austrotherm eröffnete gestern offiziell sein neues Werk in Wittenberge und damit gleichzeitig das erste der Unternehmensgruppe in Deutschland. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ließ es sich nicht nehmen, eigenhändig das Band als symbolischen Startschuss zu durchschneiden. „Das ist ein gutes Gefühl und ein Vertrauensbeweis für den Wirtschaftsstandort Brandenburg, die Prignitz und auch Wittenberge“, sagte der Ministerpräsident gegenüber unserer Zeitung.

Man habe allen Grund zum Feiern, so das Unternehmen, das sich als führender Anbieter im Bereich qualitativer Wärmedämmung in Mittel- und Osteuropa versteht. Denn zwischen Spatenstich und Produktion der ersten rosafarbenen wasser- und druckresistenten XPS-Dämmstoff-Platten „Made in Wittenberge“ würden gerade einmal zehn Monate liegen. In Rekordbauzeit sei auf rund 114 000 Quadratmetern der gänzlich neue XPS-Produktionsstandort entstanden.

Das Gesamtvolumen der Investition beläuft sich auf bis zu 40 Millionen Euro. In den nächsten vier bis fünf Jahren will die Unternehmensgruppe in ihrem hiesigen Werk zirka 70 Mitarbeiter beschäftigen. Derzeit produzieren 44 Beschäftigte in dem neuen Werk die wasser- und druckresistenten Dämmstoff-Platten.

Peter Schmid, Geschäftsführer und Eigentümer der Austrotherm-Gruppe, betont anlässlich der gestrigen Inbetriebnahme: „Mit dieser neuen Produktionsstätte sind wir näher an unseren Kunden in Deutschland, Polen, Skandinavien und den Benelux-Staaten. Außerdem können wir hier die Weiterentwicklung von hochdruckfesten XPS-Dämmstoffen optimal forcieren.“ Der für die Expansion in Deutschland zuständige Geschäftsführer der Austrotherm GmbH, Gerald Prinzhorn, ergänzt: „Dank kurzer Bauzeit, der optimalen Zusammenarbeit mit den Behörden sowie der Zukunftsagentur Brandenburg sind wir gut in die neue Bausaison 2014 gestartet. Wichtig ist es jetzt für uns, dass auch der Bau der Autobahn A 14 bei Wittenberge rasch umgesetzt wird.“ Die Stadt Wittenberge hatte sich in einem Standortwettbewerb gegen internationale Mitbewerber durchsetzen können.

Der elbestädtische Bürgermeister Dr. Oliver Hermann verweist auf die große Signalwirkung, die von dieser Investition für den Industriestandort ausgeht. Gleichzeitig sei es ein Signal dafür, was in Wittenberge möglich ist.

Verbunden hat die Austrotherm GmbH die offizielle Eröffnung, bei der auch der Österreichische Botschafter in Deutschland, Dr. Ralph Scheide, anwesend war, mit einer dreitägigen Fachtagung, zu der die Geschäftsführer aller elf Länder anreisten, in denen die Gruppe mit 18 Produktionsstätten vertreten ist.

Die Zusammenkunft nutzten Geschäftsführung und Geschäftsführer auch dazu, sich mit Wittenberge und der Region näher vertraut zu machen.

Die Austrotherm-Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2013 mit ihren 18 Produktionsstätten den Umsatz um zwei Prozent auf über 250 Millionen Euro steigern. Peter Schmid: „Dass wir im vergangenen Jahr beim Umsatz zulegen konnten, ist unserem Auslandsengagement zu verdanken.“ Schmid fügt an, man erwarte vom Standort für 2014 auch ein Plus beim Gruppenumsatz.“

 

 

 

 

 


 

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