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positiver Trend in Prignitz und Rest des Landes : Brandenburger Wirtschaft boomt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Arbeitslosenquote ist unter zehn Prozent gefallen. Und auch sonst geht’s aufwärts.

Brandenburgs Wirtschaft geht es so gut wie nie zuvor. Ein vom Wirtschaftsministerium vorgelegter Mittelstandsbericht rechnet für 2013 mit einem Wachstum von 0,7 Prozent – was 0,3 Prozentpunkten mehr als dem Bundesdurchschnitt entspricht. Aus Sicht von Wirtschaftsminister Ralf Christoffers liege das vor allem am Mittelstand: Die kleinen Handwerker, Dienstleister und Freiberufler seien „das Rückgrat der brandenburgischen Wirtschaft“.

Was freilich eine von Christoffers oft genutzte Floskel ist: Erst im März sprach er von der Metallindustrie als Rückgrat der Brandenburger Wirtschaft. Im Mai vergangenen Jahres überschrieb das Wirtschaftsministerium eine Pressemitteilung mit den Worten: „Die Industrie ist das wirtschaftliche Rückgrat im Land Brandenburg.“

Doch tatsächlich sind die Betriebe im Land Brandenburg oft kleiner als im Bundesdurchschnitt. Was sich unter anderem darin bemerkbar macht, dass die wenigsten Firmen an einen Tarif gebunden sind.

Der Brandenburger Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren ausgesprochen positiv entwickelt: 2013 waren nur noch 9,9 Prozent der Brandenburger ohne Beschäftigung, 2,4 Prozent weniger als 2009. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs um 35 000 auf insgesamt 772 000. Das entspricht einem Plus von 4,5 Prozent.


Millionen-Investitionen auch in der Prignitz


Mit seiner Zukunftsagentur förderte das Land Brandenburg im Zeitraum von 2009 bis 2013 insgesamt 470 gewerbliche Neu- und Erweiterungsinvestitionen mit einem Gesamtvolumen von rund 2,4 Milliarden Euro.

Stark entwickelt hat sich auch der Tourismus zwischen Elbe und Oder. 2013 wurden insgesamt 11,5 Millionen Übernachtungen und 94 Millionen Tagesausflügler gezählt. Damit gilt Brandenburg als die zweitbeliebteste Reiseregion in Deutschland.

Die Geschäftsbereichsleiterin für Wirtschaft im Landkreis Prignitz, Edelgard Schimko, bestätigte dem „Prignitzer“ den positiven Trend. „Auch in unserer Region zeigt die Kurve stetig nach oben“, sagte sie. Natürlich könne die Prignitz nicht mit dem Speckgürtel um Berlin mithalten, doch Gespräche mit Firmenchefs und Rückmeldungen der Handwerkskammern ließen auf eine sehr positive Stimmung schließen. Es gebe eine gestiegene Nachfrage nach Fachkräften und mehr Investitionen. „Einige Unternehmer sagen uns sogar: ,Wenn sich die Lage weiter so entwickelt, müssen wir unseren Betrieb erweitern.‘“

Aus Sicht der Oppositionsfraktionen ist das keine Errungenschaft der rot-roten Landespolitik. „Die Landesregierung schmückt sich mit fremden Federn“, sagte der Gregor Beyer (FDP). Es sei ausschließlich ein Verdienst des Mittelstandes, dass es nicht wegen, sondern trotz der rot-roten Wirtschaftspolitik zu Wachstum gekommen sei. Zukunftsaufgaben, darunter die Fachkräftesicherung, den Bürokratieabbau und den Ausbau der Infrastruktur, habe die Landesregierung verschlafen.

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