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Durchschnittlich 25 Kilometer : Brandenburger pendeln zur Arbeit am weitesten

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Jeder zweite Beschäftigte arbeitet außerhalb des eigenen Landkreises

Für den Weg zur Arbeit müssen die im ländlichen Raum lebenden Brandenburger im Bundesvergleich die weitesten Strecken in Kauf nehmen. Durchschnittlich sind sie insgesamt 25 Kilometer vom Wohn- zum Arbeitsort unterwegs.

Das ist mehr als in jedem anderen Bundesland, wie jetzt das Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin mitteilte. Das Ministerium bezog sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur sowie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Auf Platz zwei folgen der Auswertung zufolge die ebenfalls eher ländlich geprägten Länder Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, wo Arbeitnehmer jeweils 22 Kilometer zur Firma fahren. In Metropolen wie Hamburg und Berlin dagegen müssen die Menschen im Schnitt nur elf Kilometer zur Arbeitsstelle zurücklegen. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 19 Kilometern, wobei die beiden ostdeutschen Länder Sachsen und Thüringen knapp darunter liegen.

Eine positive Entwicklung kann der Landkreis Prignitz für sich verbuchen. Mittlerweile kommen mehr Menschen zum Arbeiten in den Landkreis, als ihn verlassen. Lange Zeit war das sumgekehrt.Die großen Entfernungen in Brandenburg dürften in erster Linie damit zusammenhängen, dass viele Menschen selbst aus abgelegenen Randregionen täglich zur Arbeit bis nach Berlin fahren, was jeden Morgen an den Staus auf den stadteinwärts führenden Hauptstraßen und an vollen Zügen auf vielen Regionalexpresslinien sichtbar wird. Und die Zahlen steigen: Fast 186 000 Brandenburger pendelten laut Potsdamer Infrastrukturministerium im Jahr 2012 nach Berlin. Das waren 15 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor.

Denn nicht nur die Arbeitswege sind für Landbewohner in der Regel weit, auch die Zahl der Pendler ist sehr hoch: Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums fahren bundesweit mehr als 40 Prozent der auf dem Land wohnenden Beschäftigten über Kreisgrenzen hinweg zur Arbeit.

In Brandenburg betrifft das sogar fast jeden Zweiten (48 Prozent). Das ist deutschlandweit der zweithöchste Wert nach Rheinland-Pfalz (53 Prozent). In den Ballungszentren pendelt dagegen nur etwa jeder Dritte nach außerhalb, in Berlin sind es sogar lediglich 14 Prozent.


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erstellt am 27.Jan.2014 | 00:35 Uhr

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